Windböen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 70 Kilometer pro Stunde haben in Berlin und Brandenburg am Freitagabend und in der Nacht nur geringen Schaden angerichtet. Vereinzelt seien Äste herabgefallen und Bäume umgeknickt, sagte ein Polizeisprecher am Samstagmorgen in Potsdam.
Größere Vorfälle habe es bislang nicht gegeben. Lediglich auf der Autobahn A 24 bei Neuruppin (Ostprignitz-Ruppin) sei ein Lastwagen von einer starken Böe erfasst worden und umgekippt. Der Fahrer habe sich dabei aber nicht verletzt. Auch musste die Autobahn nicht gesperrt werden. „Der Laster fiel günstig auf den Seitenstreifen“, sagte der Sprecher.
Bereits am Nachmittag waren starke Böen über Berlin gezogen. Es gab einzelne Fälle von abgeknickten Bäumen und Ästen sowie von umherfliegenden Bauteilen gegeben, aber keine Verletzten, sagte ein Feuerwehrsprecher. So fiel an der Alexandrinenstraße 122 in Kreuzberg ein Baum auf ein geparktes Auto. Am Potsdamer Platz riss an einem der Gebäude neben der kanadischen Botschaft großflächig eine Plane. Die Feuerwehr rückte rief am Abend den Ausnahmezustand aus. Um 22 Uhr gab es Entwarnung. Die Feuerwehr rückte zu insgesamt 352 wetterbedingten Einsätzen aus. Doch größere Schäden blieben aus.
Die Berliner und Brandenburger können sich dann aber auf ein mildes Wochenende mit weniger Wind als in den vergangenen Tagen freuen. In der Nacht zum Samstag nimmt der starke Nordwest-Wind ab und ist dann tagsüber nur noch leicht zu spüren, wie Meteorologe Karsten Kürbis vom privaten Wetterdienst MeteoGroup Deutschland sagte.
Am Samstag beruhigt sich das Wetter nach Angaben von Meteorologe Kürbis wieder und Hoch Ruth setzt sich immer mehr durch. Am Samstag soll es in ganz Brandenburg und Berlin sonnig werden. Die Temperaturen erreichen 12 bis 15 Grad Celsius. Am Sonntag steigen die Temperaturen auf 13 bis 16 Grad Celsius an.
Anfang der Woche wird es der Prognose zufolge sogar bis zu 20 Grad Celsius warm. Schon ab Mitte der Woche soll es aber wieder kühler, wolkiger und windiger.
dapd/sei/hhn/ap





