In der Berliner Topographie des Terrors wird am Dienstagabend eine Sonderausstellung zum so genannten Eichmann-Prozess eröffnet. Sie erinnert an die Verhandlung gegen den „Bürokraten des Holocaust“, Adolf Eichmann, ab April 1961 in Jerusalem. Der frühere SS-Mann war von Agenten des israelischen Geheimdienstes Mossad aus Argentinien in den Nahen Osten entführt worden.
Laut Topographiedirektor Nachama zeigt die Ausstellung neben dem Lebensweg Eichmanns und seinen Aussagen vor Gericht vor allem die Aussagen Überlebender. Gezeigt werden Filmausschnitte aus Originalprozessaufnahmen. Ein Begleitprogramm bietet Führungen, Zeitzeugengespräche und Diskussionen an.
Die Exposition wurde gemeinsam mit der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz und der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas erarbeitet. Den Angaben zufolge handelt es sich um die erste Ausstellung zum Thema in Europa.
Eichmann hatte vorwiegend von Berlin aus federführend die systematische Ermordung eines Großteils der europäischen Juden mitverantwortet. Er wurde 1962 hingerichtet.
dpa/tj



















