Tempelhof

Paket an Schäuble löst Sprengstoffalarm aus

Ein Paketzusteller hat in Tempelhof ein verdächtiges Päckchen entdeckt - adressiert an Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble persönlich. Die Polizei löste Sprengstoffalarm aus. Doch die Sendung erwies sich als harmlos.

Foto: Steffen Pletl

Ein an Finanzminister Wolfgang Schäuble adressiertes Paket hat am Vormittag an der der Friedrich-Wilhelm-Straße in Tempelhof Bombenalarm ausgelöst. Gegen 11.30 Uhr hat ein Paketzusteller in seinem Postwagen vor dem Haus Nummer 15 ein Päckchen gefunden, dass an das Bundesfinanzministerium adressiert ist, persönlich für Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU). Dies kam dem Mann verdächtig vor und er alarmierte die Polizei.

Die Friedrich-Wilhelm-Straße wurde daraufhin für rund 90 Minuten gesperrt. Spezialisten der Kriminaltechnischen Untersuchung rückten an. Die Beamten schoben den Postwagen zunächst in den Hauseingang und durchleuchteten das Päckchen. Die Sendung erwies sich als nicht explosiv. Darin steckte eine Audiokassette. Zum Inhalt der Kassette lagen zunächst keine Angaben vor. Die Straßensperrung wurde am Mittag wieder aufgehoben.

Anfang November hatte es bereits einen Bombenalarm im Kanzleramt gegeben. In der Poststelle war eine Paketbombe entdeckt worden, die direkt an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) adressiert war. Das Päckchen enthielt Schwarzpulver, das nach Angaben eines ranghohen Polizeiführers durch einen Zündmechanismus auch explodiert wäre. Kriminaltechniker beschossen die Bombe mit einer Wasserkanone und konnten sie so entschärfen. Merkel hielt sich zu dem Zeitpunkt in Belgien auf.

Zuvor waren mehrere Briefbomben an Botschaften in der griechischen Hauptstadt Athen, darunter auch die deutsche Vertretung, geschickt worden. Bei der Schweizer Botschaft kam es zu einer Explosion. Die anderen Sprengstoffpakete wurden entschärft. Täter waren offenbar griechische Extremisten.