Die 850.000 Hauseigentümer in Berlin und Brandenburg erhalten in den nächsten Tagen Post vom Amt für Statistik. Die Behörde will mit Fragebögen klären, wem die Häuser gehören und wie ihre Eigentümer erreichbar sind. Damit bereitet das Amt die Gebäude- und Wohnungszählung 2011 vor, wie Präsidentin Ulrike Rockmann am Freitag ankündigte.

Im Mai werden die Eigentümer dann konkreter befragt, wie groß und wie alt das Haus ist. Auch die Heizungsart, die Zahl und Größe der Wohnungen, die Eigentums- und Nutzungsverhältnisse werden erfragt. Hintergrund ist der sogenannte Zensus 2011, eine Zählung von Bevölkerung, Gebäuden und Wohnungen.

Zum Stichtag 9. Mai 2011 soll die Bevölkerungsstruktur in Deutschland ermittelt werden. Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden nennt das nicht mehr Volkszählung, sondern Zensus 2011. Dies beruht auf drei Säulen: der Auswertung vorhandener Verwaltungsdaten, der direkten Befragung von zehn Prozent der Bevölkerung als Stichprobe sowie einer schriftlichen Befragung der Eigentümer von Gebäuden und Eigentumswohnungen.

Aus den Melderegistern der Kommunen werden Daten wie Alter, Geschlecht, Staatsangehörigkeit, familiäre Beziehungen und Religion gezogen. Von der Bundesagentur für Arbeit sollen Informationen zur sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung und der Wirtschaftszweige kommen. Angaben über Beamte oder Richter erhebt das Bundesamt aus den Personalunterlagen der Behörden.

Bei der Stichprobe geht es um Fragen zu Bildung und Ausbildung, zum möglichen Migrationshintergrund und zur Religion. Für Wohnungen und Gebäude gibt es kein flächendeckendes Register. Deshalb sollen die Eigentümer befragt werden. In der Bundesrepublik gab es zuletzt

1987 eine von vielen Protesten begleitete Volkszählung. Die DDR führte die letzte Volkszählung 1981 durch.

dpa/tj