Bierpinsel und ICC

Berliner Architekt Ralf Schüler gestorben

Er entwarf er das Internationale Congress Centrum (ICC) und das Turmrestaurant "Bierpinsel" in Berlin-Steglitz. Am Donnerstag ist der Architekt Ral Schüler im Alter von 80 Jahren gestorben.

Foto: Christian Schroth

Der Architekt Ralf Schüler, der mit seinen Bauten das Gesicht West-Berlins nach dem Zweiten Weltkrieg mitgeprägt hat, ist tot. Schüler starb bereits am Donnerstag im Alter von 80 Jahren, wie die Berlinische Galerie am Freitag mitteilte.

Zusammen mit seiner Frau Ursulina Schüler-Witte (78) entwarf er das Internationale Congress Centrum (ICC), das Turmrestaurant „Bierpinsel“ in Berlin-Steglitz, das Denkmal für Rosa Luxemburg am Landwehrkanal und die Kuppel der U-Bahnstation Nollendorfplatz. Nach der Wende baute Schüler das Rathaus von Berlin-Hellersdorf.

Seit 1967 führte Schüler gemeinsam mit seiner Frau ein eigenes Architekturbüro. Beide hatten an der Technischen Hochschule Berlin unter anderem beim Architekten der Berliner Philharmonie, Hans Scharoun, studiert. Erste Erfahrungen sammelte das Ehepaar im Büro des Kollegen Bernhard Hermkes. Mit seinem siegreichen Entwurf für das ICC 1965 ging das Architekten-Duo in die Selbstständigkeit.

Neben Fritz Bornemann, Werner Düttmann und Georg Heinrichs gehörte das Ehepaar Schüler zu den wichtigsten Architekten im West-Berlin der 60er bis 80er Jahre. Mit neuen Baustoffen und der Betonung auf technische und konstruktive Aspekte schufen sie Bauten aus einem Guss, wie es etwa beim ICC oder dem Turmrestaurant „Bierpinsel“ gelang. Zu seinem 80. Geburtstag am 26. Oktober 2010 hatte Schüler der Berlinischen Galerie Entwürfe, Pläne und Modelle überlassen.

© Berliner Morgenpost 2018 – Alle Rechte vorbehalten.