Der Organisator der Loveparade in Berlin und Gründer des Technoclubs E-Werk2 in Mitte (Wilhelmstraße), Ralf Regitz, ist bereits Mitte vergangener Woche gestorben. das wurde erst jetzt bekannt. Er wurde nur 46 Jahre alt.
Die Berliner Clubszene trauert. Denn Regitz galt als einer der Wegbereiter des Techno in Deutschland und einflussreichster Veranstalter von Party-Großveranstaltungen. Mit den ersten Technopartys in West-Berlin und dem über die Grenzen der Stadt hinaus bekannten „Atonal Festival“ prägte er Ende der 80er-Jahre die Berliner Kulturszene. Nach dem Mauerfall gründete Regitz zunächst den legendären Club „UFO“ in Mitte, später das nicht minder bekannte „E-Werk“. „Er hinterlässt eine große Lücke als inspirierender Geschäftsführer, kreativer Ratgeber, sanfter Freund und lebenskluger Mentor“, hieß es in einer Mitteilung des E-Werks. Betreiberin Silke Friedrich sagte der "B.Z.", noch zu Beginn vergangener Woche habe sie mit Regitz neue Pläne besprochen. Dabei sei ihr nichts an dem 46-Jährigen aufgefallen. "Er hat sich einfach ins Bett gelegt und ist nicht wieder aufgewacht", wird Friedrich zitiert.
Zuletzt war Regitz an der Umgestaltung des ehemaligen „Café Moskau“ beteiligt. Mit der Veranstaltung der Loveparade hatte er schon seit Jahren nichts mehr zu tun. 2005 übernahm der Inhaber der Fitnesskette McFit Rainer Schaller die Love Parade GmbH zu 100 Prozent. Damit warf er die fünf weiteren Mitgesellschafter, darunter auch Dr. Motte und Ralf Regitz, endgültig aus dem Boot.
BMO



