Bei den Ausgaben für Sozialhilfe ist Berlin nach den Stadtstaaten Hamburg und Bremen bundesweiter Spitzenreiter. Pro Kopf wurden in der Hauptstadt im vergangenen Jahr 391 Euro gezahlt, teilte das Statistische Bundesamt mit. Im Bundesdurchschnitt waren es 255 Euro pro Kopf (Vorjahr 241 Euro). Insgesamt gaben Städte und Kommunen im vergangenen Jahr netto fast 21 Milliarden Euro für Sozialhilfe aus, knapp sechs Prozent mehr als 2008. Die Menschen in Berlin bekamen fast 1,34 Milliarden Euro. Das Geld ist für Sicherung des Grundbedarfs an Nahrung, Kleidung, Unterkunft und Heizung.
In den westdeutschen Flächenländern gab Baden-Württemberg pro Kopf am wenigsten aus: 188 Euro, weniger als die Hälfte des Betrages von Berlin. In den ostdeutschen Flächenländern hatte Sachsen je Einwohner die geringsten Kosten (134 Euro), Mecklenburg-Vorpommern am meisten (215 Euro).
Bundesweit floss wie in den Vorjahren der mit Abstand größte Teil der Nettoausgaben für Sozialhilfe (57 Prozent) in die Eingliederungshilfe für behinderte Menschen. Mit knapp 12,0 Milliarden Euro stiegen diese Ausgaben gegenüber 2008 um fast sieben Prozent. Auch in Berlin war dieser Posten mit 564 Millionen Euro am größten (2008: 542,5 Millionen Euro).
309 Millionen Euro gab Berlin für die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung aus . 2008 waren es noch 277,6 Millionen Euro gewesen. Auch bundesweit rangiert dieser Posten auf Platz 2 mit fast 4 Milliarden Euro (+6,7 Prozent).
Für die Hilfe zur Pflege gaben die Sozialhilfeträger bundesweit 4,6 Prozent mehr als im Vorjahr aus. Damit beliefen sich die Ausgaben im Jahr 2009 auf etwa 2,9 Milliarden Euro. In Berlin waren es 302,5 Millionen Euro - 2008 waren es noch 285,8 Millionen Euro gewesen.
dpa/sh




