Die Beschäftigten der Berliner Verwaltung sind durchschnittlich einen Monat im Jahr krank. Das teilte Innensenator Ehrhart Körting (SPD) mit. Mitarbeiter der Hauptverwaltung fielen durchschnittlich an 32,1 Kalendertagen aus, in den Bezirksämtern stieg die Zahl auf 30,6 Tage.

Diesen Zahlen aus dem Jahr 2008 zufolge dürfte der Krankenstand im öffentlichen Dienst erheblich höher liegen als in der Wirtschaft. Deutsche Firmen mussten in dem Jahr nach einer Statistik der Betriebskrankenkassen an 13,4 Tagen wegen Krankheit auf ihre Beschäftigten verzichten.

Darin gehen allerdings nur Fälle ein, in denen eine Krankschreibung vorgelegt wurde. Der gelbe Schein wird jedoch meistens erst nach drei Krankheitstagen fällig. Die Berliner Behördenstatistik zählt die Krankheitstage vom ersten Fehltag an.

Zahlen für 2009 will der Senat Ende dieses Jahres in einem landesweiten Gesundheitsbericht dem Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses zukommen lassen. In der Wirtschaft waren die Krankenstände im vergangenen Jahr nach jahrelangem Rückgang wieder leicht gestiegen, Berlin und Brandenburg liegen nach Angaben von Krankenkassen in der Regel über dem bundesweiten Durchschnitt.

Körting lieferte die Berliner Zahlen auf Anfrage der CDU- Abgeordneten Monika Thamm. 2008 lag die sogenannte Gesundheitsquote in der Berliner Hauptverwaltung demnach bei 91,2 Prozent - andersherum formuliert: Von zehn Mitarbeitern ist fast immer einer krank.