Verfassungsschutzbericht

Islamisten werben Berliner Jugendliche an

Deutschland befindet sich weiter im Visier des islamistischen Terrorismus. Laut aktuellem Bericht des Berliner Verfassungsschutzes versuchen radikale Islamisten, unter anderem über die Rap-Szene Einfluss auf Jugendliche zu nehmen.

Radikale Islamisten, die Salafisten, versuchen über die Rap-Szene, Einfluss auf Berliner Jugendliche zu nehmen. Im Internet kursiert ein Video, das den Berliner Rapper Deso Dogg zeigt, wie er mit einem radikalen Prediger über Möglichkeiten redet, andere Rap-Stars und Jugendliche für die Islamisten zu gewinnen. Nach Erkenntnissen des Berliner Verfassungsschutzes gab es Ende Mai in der Neuköllner Al-Nur-Moschee ein entsprechendes Missionierungsseminar. Schon im Februar hatte es eine ähnliche Veranstaltung gegeben.

Für Innensenator Ehrhart Körting (SPD), der am Dienstag den aktuellen Verfassungsschutzbericht vorstellte, geht die größte Gefahr für Berlin von Islamisten aus. „Die Bedrohung kommt schon lange nicht mehr von außen“, sagte Körting und verwies auf die Sauerland-Gruppe, deren Täter aus Deutschland stammten. Eine besondere Gefahr stellten weiterhin Islamisten dar, die aus Deutschland nach Pakistan ausreisen, um dort in Terrorcamps ausgebildet zu werden. Die Leiterin des Berliner Verfassungsschutzes, Claudia Schmid, sagte, dass die Sicherheitsbehörden auch in diesem Jahr von mehreren Personen Kenntnis hätten, die Berlin verlassen hätten, um in der islamistischen Terrorszene abzutauchen. In der deutschen Hauptstadt gibt es 410 als gewaltbereit eingestufte Islamisten. In ganz Deutschland liegt ihre Zahl bei 2900.

Download: Der Berliner Verfassungsschutzbericht als PDF-Dokument

( BMO )