Der im Dezember in Berlin verhaftete verurteilte Kinderschänder Uwe K. hat unmittelbar nach seinem Umzug von Brandenburg/Havel in die Hauptstadt Kontakt zu minderjährigen Mädchen gesucht. Zwar wurde K. überwacht, seit er im Dezember 2007 nach Berlin gezogen war - aber nur an insgesamt 32 Tagen. 20 Mal wurde der 45-jährige Sexualstraftäter von Beamten kontaktiert.
"Ich habe Verständnis für die Empörung. Doch dieser Fall ist kein Polizeiskandal", sagte LKA-Chef Peter-Michael Haeberer. "Um es klar zu sagen: Es ist schlicht illegal, eine dauerhafte Observation anzuordnen, um die rechtlich unzulässige Sicherungsverwahrung zu ersetzen. Wir können uns nicht neben ihn ins Bett legen. Das, was wir tun konnten, haben wir auch getan."
In Berlin leben derzeit 238 aus der Haft entlassene Sexualstraftäter. 63 gelten als besonders gefährlich, bei 35 sind die Verdachtsfälle sogar so gravierend, dass ihr Umfeld gewarnt wurde. Zehn Sexualstraftäter haben sich seit der Haftentlassung Kindern genähert und damit gegen Auflagen des Gerichts verstoßen. Sie wurden vorübergehend festgenommen, erkennungsdienstlich behandelt und anschließend observiert.
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