Überfall aufgeklärt

Polizei fasst vierten Pokerräuber am Flughafen

Die Polizei hat den letzten der vier mutmaßlichen Berliner Poker-Räuber gefasst. Der 19-jährige Jihad C. wurde am Abend auf dem Flughafen Tegel bei der Einreise nach Deutschland festgenommen.

Berlin. Zwei Wochen nach dem spektakulären Raubüberfall auf das Pokerturnier im Hotel „Grand Hyatt“ am Potsdamer Platz konnte die Polizei jetzt alle vier Täter fassen. Die beiden mutmaßlichen Poker-Räuber Mustafa U. und Jihad C., nach denen die Polizei seit Mittwoch international fahndete, stellten sich Sonnabend der Polizei.

Die Räuber hatten sich nach der Tat ins Ausland abgesetzt. U. war in die Türkei geflohen. Sein Anwalt kündigte bei der Polizei an, dass sich sein Mandant stellen wolle. Gegen 11 Uhr kam U. per Flugzeug aus Istanbul an und wurde festgenommen.

Am Abend nahmen Polizisten den vierten mutmaßlichen Pokerräuber ebenfalls am Flughafen Tegel fest. Jihad C. hatte sich nach dem Raub in den Libanon abgesetzt. Auch hier hatte der Anwalt das Vorhaben seines Mandanten der Polizei zuvor angekündigt.

Bei dem Raubüberfall am 6..März hatten vier Maskierte mit Pistolen und Macheten bewaffnet das Pokerturnier im „Grand Hyatt“ gestürmt und 242.000 Euro erbeutet. Der erste Poker-Räuber hatte sich bereits am Montag der Polizei gestellt; er nannte die Namen seiner Komplizen. Nachdem am Mittwoch die Fotos der drei noch flüchtigen Räuber veröffentlicht wurden, konnte noch am selben Abend der 20.Jahre alte Ahmad El-A. festgenommen werden.

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