Bahn-Bericht

S-Bahn-Vorstand Thon soll versetzt werden

Markus Falkner

Foto: dpa / dpa/DPA

Zwar wird der früherer S-Bahn-Technikchef Ulrich Thon versetzt – dennoch hält die Kritik am vorgelegten Untersuchungsbericht an. Berliner Politiker monieren, dass das Gutachten die Schuldfrage außen vor lasse. Allerdings hieß es, die Bahn prüfe, inwiefern Vorstände der Berliner S-Bahn regresspflichtig gemacht werden können.

DB-Personenverkehrsvorstand Ulrich Thon soll nach der Eingliederung der S-Bahn bei DB Regio am 1. März keine Berührungspunkte mit seinem ehemaligen Aufgabenfeld haben. Nach Informationen von Morgenpost Online wird der umstrittene Manager innerhalb des Konzerns versetzt.

Der von der Bahn vorgestellte Untersuchungsbericht zu den Ursachen der S-Bahn-Krise steht weiter in der Kritik. Bei der Verantwortung für Versäumnisse bei Wartung und Prüfung der S-Bahn-Züge seien noch Fragen offen, stellten Abgeordnete nach einer Befragung von Bahn-Chef Rüdiger Grube im Verkehrsausschuss des Bundestages fest.

Dem Vernehmen nach hatte Grube Management-Fehler nicht nur der früheren S-Bahn-Geschäftsführung zugegeben. „Gut ist, dass die Deutsche Bahn überprüft, ob und wie die Vorstände der Berliner S-Bahn regresspflichtig gemacht werden können“, sagte der Ausschussvorsitzende Winfried Hermann (Grüne).

Auch Berliner Politiker übten Kritik. „Der Bericht lässt die Schuldfrage außen vor“, sagt der verkehrspolitische Sprecher der SPD im Abgeordnetenhaus, Christian Gaebler. Verantwortung trügen neben Thon auch S-Bahn-Aufsichtsratschef Hermann Graf von der Schulenburg und der frühere Leiter der Konzernentwicklung Alexander Hedderich.