Ein 45-jähriger Mann, der seine Ex-Lebensgefährtin terrorisiert haben soll, muss sich seit Mittwoch wegen Stalkings vor dem Amtsgericht Tiergarten verantworten. Der Gelegenheitsarbeiter soll die Mutter von drei gemeinsamen Kindern über das Internet mit dem Tod bedroht haben. Demnach schickte er ihr ein Bild mit einer per Kopfschuss ermordeten Frau zu. Im März 2009 soll der Angeklagte sich außerdem frühmorgens gewaltsam Zutritt zu ihrer Wohnung verschafft und das Telefon zerstört haben. Auch hier sei es zu Todesdrohungen gekommen.
„Die Anklage wird wohl richtig sein", sagte der Angeklagte vor Gericht. Er könne sich wegen seines Alkoholkonsums nur lückenhaft erinnern. Eigentlich habe er nur seine Kinder sehen wollen. Er habe einen Fehler gemacht. Dass die Frau Angst gehabt habe, sei wohl möglich.
Die 35-jährige Putzfrau hatte eine Kontaktsperre nach dem Gewaltschutzgesetz erwirkt. Sie sagte aus, der Angeklagte habe sie nach der von ihr ausgehenden Trennung häufig mit dem Tod bedroht. Der Mann habe sie aus Eifersucht mehrfach am Tag angerufen und ihr bis zu 50 SMS pro Tag geschickt. Bereits während ihrer Beziehung sei er sehr aggressiv gewesen.
dpa/jw


