Obwohl bei dem 42 Jahre alten Andreas G. eine durchschnittene Kehle festgestellt wurde und auch ein Messer in seiner Brust steckte, übernahm keine der Berliner Mordkommissionen die Ermittlungen. Brisant: Bis Dienstag wurden weder die ehemaligen Lebensgefährtinnen noch die Angestellten des Lokals befragt. Die Polizei prüft den Vorgang.
Vor der Jahreswende hatte sich Andreas G. bei seinen Bekannten verabschiedet und angekündigt, über Silvester feiern gehen zu wollen. Als er allerdings auch am 1. Januar noch nicht in seinem Lokal nahe der Barbarossastraße in Schöneberg erschien, informierte eine Mitarbeiterin die Polizei. Einsatzkräfte öffneten die Wohnungstür und entdeckten die Leiche im Badezimmer.
Nach Informationen von Morgenpost Online wurde trotz der "Auffindesituation" keine Mordkommission eingeschaltet. Eine Obduktion soll zu dem Ergebnis geführt haben, dass ein Suizid theoretisch denkbar sei, aber auch ein Tötungsdelikt nicht ausgeschlossen werden kann. Laut einem ranghohen Kriminalbeamten ist dies Anlass genug, die zuständigen Beamten der Mordkommission mit den Ermittlungen zu betrauen.
Polizeisprecher Frank Millert sagte am Dienstag, dass die Untersuchungen des Falls nicht abgeschlossen seien. "Sollte sich der Verdacht auf ein Tötungsverbrechen erhärten, wird die Mordkommission eingeschaltet."

