In Berlin haben sich bislang 177 Steuersünder bekannt, die ihr Geld in der Schweiz vor dem Finanzamt versteckt haben. Die Senatsverwaltung teilte außerdem mit, dass sich vier Steuersünder im Zusammenhang mit Luxemburg gemeldet haben. Eine Sprecherin sprach von einem „eklatanten Anstieg“ der Selbstanzeigen. Allein seit Montag haben sich 46 Personen gemeldet. Die Summe der Steuerrückzahlungen an die Berliner Landeskasse sei noch nicht schätzbar. Bei einer Selbstanzeige muss der Betroffene nur die Steuern und sechs Prozent Zinsen nachzahlen, eine Strafe droht nicht.
Die Bekennerzahlen waren deutschlandweit in die Höhe geschnellt, nachdem mehreren Landesregierungen in den vergangenen Wochen Steuersünder-Dateien angeboten worden waren.
Der Ländervergleich (soweit nicht anders vermerkt mit Stand vom 16. Februar 2010):
Baden-Württemberg: 566 Selbstanzeigen
Hessen: 330
Bayern: rund 300 (Stand: 12. Februar)
Niedersachsen: 250
Berlin: 177
Rheinland-Pfalz: 150
Hamburg: 136
Schleswig-Holstein: 67
Bremen: 27
Saarland: 25
Brandenburg: 17
Sachsen: 17 (Stand: 14. Februar)
Thüringen: 6 (Stand: 12. Februar)
Mecklenburg-Vorpommern: 5
Sachsen-Anhalt: 4
Nordrhein-Westfalen: Bislang liegen keine Zahlen vor
dpa/dino



