Bis Ende Februar, zu Beginn der Vogelbrutzeit, müssen die Bezirke die Fällarbeiten an nicht mehr standsicheren Bäume abgeschlossen haben. Vielfach sind die betroffenen Bäume nach Auskunft der Gartenämter bereits abgestorben. Auch in diesem Jahr werden allerdings wieder mehr Bäume gefällt als nachgepflanzt, weil die Bezirke dafür kein Geld haben. „Es ist aber dennoch höchste Zeit, dass umgedacht wird“, warnt BUND-Naturschutzreferent Herbert Lohner. Bereits seit zehn Jahren würden in Berlin bis zu 2800 Bäume gefällt, aber nicht ersetzt.

Die Naturschutzorganisation fordert deshalb ein Sonderprogramm, damit die Berliner Bezirke Straßenbäume ersetzen können. Noch säumen rund 428.000 Straßenbäume Berlins Straßen – nach Angaben von Naturschützern etwa so viel wie vor dem Zweiten Weltkrieg, an dessen Ende es nur noch 161.000 gab.

In Charlottenburg-Wilmersdorf müssen zum Beispiel im Jungfernheidepark 76 Eschen gefällt werden. Außerdem müssen im Bezirk auch geschützte Bäume weichen: eine tote Hainbuche (Umfang 149 Zentimeter), zwei Ulmen mit Fäulnishöhlen (Umfang 196 und 246 Zentimeter) und eine hohle, fast tote Pappel (Umfang 200 Zentimeter). Auch vier Birken (Umfänge 115 bis 156 Zentimeter) müssen entfernt werden. In Tempelhof-Schöneberg müssen 71 Straßenbäume und vier Bäume in Grünanlagen und auf Friedhöfen gefällt werden.