Das Leben mit Behörden kann so einfach sein. So wie am Montagmorgen: Um 10.24 Uhr in der Kfz-Zulassungsstelle angerufen – vier Minuten in der Warteschleife – dann zur Sachbearbeiterin durchgestellt – um 10.32 Uhr den Wunschtermin vereinbart und alle Fragen geklärt.

Christoph Krause versichert, dies sei kein glücklicher Einzelfall gewesen: „Unser neues Terminvergabesystem funktioniert.“ Krause leitet die Abteilung Kraftfahrzeugwesen und die Zulassungsbehörde im Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten. Die beiden Berliner Zulassungsstellen – an der Jüterboger Straße 3 in Kreuzberg und an der Ferdinand-Schultze-Straße 55 in Lichtenberg – verzeichnen pro Jahr eine Million Kundenkontakte und 650.000 Zulassungsvorgänge. Dort gehören lange Warteschlangen zum Alltag.

Die Wartezeit pro Vorgang lag 2009 im Durchschnitt bei 40 Minuten. Diese Zeit soll per Reservierung gesenkt werden. Seit zwei Wochen kann man feste Termine ausmachen (per Telefon 030-902693300 und per Mail unter www.berlin.de/labo/ ). „Im Moment vergeben wir pro Tag insgesamt 350 Termine in beiden Einrichtungen“, sagt Krause. Täglich sind 50 Mitarbeiter im direkten Kontakt mit 1000 Kunden. Montags bis freitags werden ab 7.30 Uhr alle Kunden chronologisch nach Ankunft bedient. Ab mittags gilt Terminverkehr (Mo.–Mi. ab 13, Do. ab 15, Fr. ab 12 Uhr).