Osthafen

Modezentrum Labels Berlin 2 geht an den Start

Pünktlich zur Fashion Week hat Berlin ein neues Modezentrum bekommen. Am Osthafen wurde am Abend das zweite Haus von Labels Berlin eröffnet. In dem Gebäude mit der markanten Fassade und großen Bogenfenstern präsentieren sich den Händlern rund 30 Marken.

Foto: dpa

Pünktlich zur Fashion Week hat Berlin ein neues Modezentrum bekommen. Am Osthafen wurde am Dienstagabend das zweite Haus von „Labels Berlin“ eröffnet. In dem Haus mit der markanten Fassade und großen Bogenfenstern präsentieren sich den Händlern mehr als 20 Marken, darunter Puma, Marco Polo und Camel-Active. Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) sagte der dpa: „Die Eröffnung des Modezentrums ist ein wunderbares Beispiel dafür, dass das Konzept aufgeht, den Standort an der Spree zu einem Kreativstandort zu entwickeln.“ Die verschiedenen Ansiedlungen von Universal über MTV bis zu Labels befruchteten sich gegenseitig.

Mit einer Feier mit mehr als 800 Gästen wurde der Handelsplatz am Dienstagabend eröffnet. Auch Wowereit war unter den Geladenen. Wowereit sagte, das Gebäude sei ein „neues Wahrzeichen Berlins“. Die Stadt könne sich durchaus zur „Modemetropole“ erklären, auch wenn sie nicht mit Paris, London, Mailand oder New York konkurrieren wolle. In einem bestimmten Modesegment habe die Stadt dennoch ein Alleinstellungsmerkmal erreicht.

Das neue Labels-Haus des Schweizer Architektenteams HHF steht direkt neben einem alten Backsteinbau, in dem sich etwa zehn weitere Marken präsentieren, darunter Hugo Boss. Der Geschäftsführer des Labels-Projektmanagements, Stefan Sihler, bezeichnete die Eröffnung des neuen Hauses als Etappensieg für Berlin als internationale Mode-Metropole. Sielher fügte hinzu, vor wenigen Jahren sei das Projekt noch belächelt worden. Berlin werde jetzt aber die „Modehauptstadt Deutschlands“.

An der Fassade des Neubaus nach Entwürfen des Schweizer Architektenteams HHF wurden die Bogenfenster des benachbarten historischen Lagergebäudes aufgenommen und zu einem ornamentalen Motiv aus zwei Sinuskurven weiterentwickelt, wie es hieß. Die Gesamtinvestitionen beliefen sich auf 20 Millionen Euro. Auf 7000 Quadratmetern im Inneren des Hauses präsentieren sich rund 30 Modelabels – darunter sind Marken wie Puma, Camel Active, Comma und s.Oliver. Die Schau- und Verkaufsräume sind zwischen 100 und 700 Quadratmetern groß. Im Erdgeschoss ist eine Fläche für Veranstaltungen entstanden, auf dem Dach eine Lounge. Labels 2 steht für Trendiges, Sportliches und Streetwear. Damit grenzt es sich zum benachbarten Labels 1 ab, das seit 2006 in einem alten Hafengebäude residiert. Dort sind acht Schauräume der klassischen Mode vorbehalten. Geschäftsführer Sihler möchte bis 2012 auf dem Osthafen-Areal auch noch das Labels 3 bauen lassen.

Gegner eines Ausbaus des früheren Hafens forderten mit einem Transparent: „Kiez statt Profitwahn – Mediaspree Versenken“. Die Demonstranten von der Bürgerinitiative „Mediaspree Versenken“ setzen sich unter anderem für eine breite Uferpromenade an der Spree und alternative Kultur- und Freizeitangebote ein.

www.labelsberlin.de

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