Zahlreiche Haitianer haben sich am Donnerstag in der Botschaft ihres Landes in Berlin versammelt. Im Laufe des Tages werden nach Angaben eines Sprechers noch mehr Landsleute erwartet. Die Menschen versuchen, zu Verwandten in Haiti Kontakt aufzunehmen und leisten sich gegenseitig Beistand.
Der Reiseverkehrskaufmann Joss Batista (32) war einer der ersten Besucher, er sitzt seit dem frühen Morgen in der Botschaft in der Uhlandstraße in Berlin-Charlottenburg. Er ist noch nicht per Telefon zu seinen Verwandten durchgekommen. „Ich kann nur hoffen, dass meine Familie am Leben ist“, sagte Batista . Er plante schon vor dem Erdbeben, im Februar in sein Heimatland zu fliegen, das er seit vier Jahren nicht mehr besucht hat. Jetzt möchte er seine Pläne umso dringender verwirklichen. „Ich will unbedingt helfen.“ Dafür möchte Batista bis zu zwei Monate bleiben.
In Deutschland leben laut Botschaft etwa 400 Haitianer, 20 davon in Berlin. Botschafter Jean-Robert Saget soll am Nachmittag von einem Termin aus Frankfurt/Main nach Berlin zurückkommen. „Wir werden gemeinsam versuchen, unsere Partner und Nichtregierungsorganisationen zur Hilfe zu mobilisieren“, sagte Botschaftsrat patrick Saint-Hilaire.
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