Rund ein Jahr nach der Einführung des „Berlinpasses“ für Bedürftige in Berlin will Sozialsenatorin Carola Bluhm (Linke) das Angebot weiter ausbauen. Ihr persönliches Ziel sei es, noch mehr Anbieter und Nutzer für das Projekt zu begeistern, sagte Bluhm.
Die Zahlen belegten die „gute Inanspruchnahme“ der Offerte. Bis Ende Oktober seien rund 275.000 neue Anträge registriert worden. Etwa ein Drittel der rund 700.000 Berliner und deren Angehörige, die Sozialleistungen wie „Hartz IV“, Sozialhilfe oder Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz beziehen, hatten somit den Pass beantragt. Über 100.000 hätten ihren „Berlinpass“ nach Ablauf ihres Bescheids zudem verlängert, sagte Bluhm.
Der „Berlinpass“ wurde zum 1. Januar 2009 eingeführt. Er bündelt bestehende Angebote für Bedürftige wie das vergünstigte Ticket für BVG und S-Bahn sowie das Drei-Euro-Kulturticket. Zudem sind eine Reihe neuer Angebote hinzugekommen. „Berlinpass“-Inhaber profitieren von Preisnachlässen unter anderem in Sportvereinen, Kinos, Bibliotheken oder im Zoo.
dpa/mim



