Auf dem Gelände des ehemaligen Landtags am Brauhausberg in Potsdam ist am Sonnabend ein Großbrand ausgebrochen. Wie die Feuerwehr am späten Nachmittag im Kurzmitteilungsdienst X (ehemals Twitter) mitteilte, stand der Südflügel des Gebäudekomplexes beim Eintreffen der Einsatzkräfte voll in Flammen. Kurze Zeit später sei der Dachstuhl eingestürzt.
90 Feuerwehrleute bekämpfen Flammen im alten Brandenburger Landtag
Die Feuerwehr rückte mit rund 90 Kräften aus. Diese versuchten, ein Übergreifen der Flammen auf angrenzende Gebäudeteile zu verhindern. Dabei kamen auch zwei Drehleitern zum Einsatz. Die Löscharbeiten dauerten am frühen Abend an, die Einsatzkräfte hatten die Flammen um kurz nach 19 Uhr jedoch unter Kontrolle. Mit der Wärmebildkamera einer Drohne suchten sie noch nach vorhandenen Glutnestern.
Eine schwarze Rauchsäule war im Süden der Stadt und bis nach Berlin sichtbar. Die Regionalleitstelle der Feuerwehr warnte die Bevölkerung wegen der starken Rauchentwicklung vor einer Geruchsbelästigung. Am Abend konnte die Warnung jedoch aufgehoben werden. In der Potsdamer Innenstadt kam es aufgrund der Löscharbeiten und dafür nötiger Straßensperrungen zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen.
Zweiter Brand binnen weniger Tage
Bereits in der vergangenen Woche hatte es auf dem Areal gebrannt. In einem Nebengebäude des früheren Landtags hatte die Feuerwehr nach der nächtlichen Alarmierung in drei Räumen kleinere Feuer festgestellt. Die Polizei nahm wegen des Verdachts der Brandstiftung Ermittlungen auf.
Bis 2013 tagte auf dem Brauhausberg der Landtag. Mittlerweile ist dieses Gebäude baufällig. Auf dem Areal gab es immer wieder auch Vandalismus.
mit dpa


