+++ Feuerwehr mit 41 Einsätzen bis Dienstagmorgen +++

Bereits in der Nacht vor dem Jahreswechsel hat die Arbeitsbelastung bei der Berliner Feuerwehr deutlich zugenommen. Zwischen Montagabend und Dienstagmorgen sei man zu insgesamt 41 Einsätzen ausgerückt, sagte ein Sprecher. Diese Zahl liege deutlich über dem Durchschnitt.

So habe am frühen Morgen eine Wohnung in Neukölln in voller Ausdehnung gebrannt, mehrere Anwohner wurden in Sicherheit gebracht. In Reinickendorf wurde ein Motorrad und in Wedding ein Auto gelöscht. In Treptow brannte gegen 2.20 Uhr der Transporter einer Postzustellfirma. An der Wiesbadener Straße in Wilmersdorf brannte nach Informationen der Berliner Morgenpost das Auto eines Journalisten der B.Z. Das Fahrzeug wurde nahezu vollständig zerstört. Durch das Feuer wurden auch ein Toyota und ein Renault beschädigt, die jeweils vor und hinter dem BMW parkten. Da ein politisches Motiv nicht ausgeschlossen werden kann, ermittelt der Polizeiliche Staatsschutz. Es sei in der Nacht auch zu Einsätzen aufgrund von Feuerwerkskörpern gekommen, hieß es.

Einsatzfahrzeuge von Polizei und Ordnungsamt stehen vor einem Laden, in dem Feuerwerk verkauft wird.
Einsatzfahrzeuge von Polizei und Ordnungsamt stehen vor einem Laden, in dem Feuerwerk verkauft wird. © privat | privat

+++ Polizei beschlagnahmt kiloweise Pyrotechnik +++

In Neukölln haben Einsatzkräfte von Polizei und Ordnungsamt am Montagabend Pyrotechnik beschlagnahmt. Sie hatten mehrere Läden kontrolliert. In zwei Fällen stellten die Ermittler fest, dass Pyrotechnik illegal an Jugendliche ohne erwachsene Begleitperson ausgegeben worden war. Daraufhin beschlagnahmten sie in einem Laden an der Fuldastraße 55 Kilogramm Knallkörper und in einem Geschäft an der Sonnenallee 65 Kilogramm. Die Pyrotechnik wurde von der Polizei zum Sprengplatz Grunewald gebracht.

+++ Hauswände und Autos beschmiert +++

Der Staatsschutz ermittelt gegen drei unbekannte Menschen, die in Friedrichshain mehrfach Fahrzeuge und Hauswände beschmiert haben. Unter anderem seien Anarchiezeichen und diverse Beschimpfungen auf die Objekte gesprüht worden, teilte die Polizei am Dienstag mit. Wegen der politischen Tatmotivation ermittle der Staatsschutz. Demnach bemerkte ein Zeuge Montagnacht, wie drei Menschen drei Fahrzeuge und fünf Hauswände mit Farbe beschmierten. Daraufhin alarmierte er die Polizei.