Seit dem 1. März 2017 ist medizinisches Cannabis in Deutschland legal. Schwerkranken Patienten soll so der Zugang zu Cannabinoiden auf Rezept erleichtert werden. Eine Kostenübernahme haben die Krankenkassen seitdem jedoch nur in etwa der Hälfte der Fälle bewilligt.
Nachgewiesen ist eine Wirkung von Medizinalhanf bisher bei Nervenschmerzen und Spastiken. Bei anderen Krankheitsbildern fehlt eine sichere Datenlage. Die Bundesopiumstelle will deshalb die Wirkung von Cannabis als Medikament weiter erforschen.
FDP und Grüne wollen darüber hinaus den kontrollierten Verkauf von Cannabis erlauben. Eine „Jamaika-Koalition“ könnte so für eine politische Neubewertung des Rausch- und Arzneimittels stehen.
Von Max Boenke und Sven Wolters


