Eine Geburt in der S-Bahn - und dann noch am 17.07.2017. Das gibt es nicht alle Tage. Mit dieser Nachricht überraschte die Bahn am Montag die Berliner auf ihrem Twitter-Account.

Um 13.52 Uhr setzte ein Zugführer der Berliner S-Bahn einen Notruf ab. Am Heidelberger Platz hatte eine schwangere Frau einem Mann geholfen, der in der Tür der S-Bahn stecken geblieben war. Dabei war sie auf den Bauch gefallen. Die Wehen setzten plötzlich ein. Der Zugführer meldete fachmännisch: „Die Geburt ist eingeleitet.“

Sowohl Feuerwehr als auch S-Bahn hatten gegenüber der Berliner Morgenpost zunächst die Geburt des Kindes bestätigt. In den sozialen Netzwerken brach daraufhin ein Jubelsturm aus. „Der geborene Schwarzfahrer“, schrieb Facebooknutzerin Lina. „Lebenslange Freifahrt im ÖPNV möchte ja wohl sein....alles Gute den beiden und den Helfern“ wünschte Frank.

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Auch dass die Ringbahnlinien S41 und S42 während des Einsatzes nicht mehr am Heidelberger Platz hielten, konnten die Kommentatoren verzeihen - allerdings nicht ohne den ein oder anderen Seitenhieb. „Typisch, bei all den Verspätungen“ , „Wer schafft es auch schon in neun Monaten mit der S-Bahn ans Ziel“ schrieben zwei User. „Bei den Verspätungen (teilweise) wird es vermutlich bald eingeschult !? ;-)“, mutmaßte Marcel.

Vielleicht hätte sich sogar noch ein Schaffner als Pate angeboten. Zumindest das Social Media Team der S-Bahn Berlin zeigte sich erfreut. „So, werde mal zum Heidelberger Platz fahren und unseren neuen Erdenbewohner oder Bewohnerin herzlich begrüßen. Mike übernimmt jetzt. Gruß Yvi“ twitterte S-Bahn Berlin.

Mutter und Kind hatten noch einmal Glück gehabt

Nicht alle fanden die Vorstellung einer S-Bahn Geburt so romantisch. „Stell dir vor du wirst geboren und hörst als erstes „Hit the road jack“ in der Live-Version“ schrieb Friedericke und spielte auf die mal mehr, mal weniger begabten Musiker an, die sich in der S-Bahn gerne etwas dazu verdienen.

Zum Schluss stellte sich heraus: Mutter und Kind hatten noch einmal Glück gehabt. Notärzte brachten die Frau zur Untersuchung ins Krankenhaus Westend. Das letzte Update um 15.08 Uhr bestätigte, dass sich die Frau noch im Krankenhaus befinde. Das Baby sei noch nicht auf der Welt. Die Sagrotantaufe, die ein weiterer Nutzer vorhergesehen hatte, dürfte also entfallen.

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