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Stadler Radreise Etappe 1

In vier Tagen an die Ostsee

Wie komfortabel ist der Berlin-Usedom-Radweg? Zweirad-Stadler testet die Tour zusammen mit der Morgenpost. So verlief Etappe Eins.

Redakteur Martin Hildebrandt tritt für Stadler in die Pedale.

Redakteur Martin Hildebrandt tritt für Stadler in die Pedale.

Foto: Peter Meyer

Gute Planung ist das A und O. Das gilt auch für eine mehrtägige Radtour von Berlin nach Usedom. Denn bevor das Genussradeln beginnen kann, heißt es gewissenhaft packen. Was benötigt der semiprofessionelle Radwanderer für eine viertägige Tour an die Ostsee? Welche Kleidung sollte mit? Worauf kann man verzichten? Der Platz ist begrenzt und vor allem das Gewicht sollte im Auge behalten werden. Denn was nutzt ein leichter Alurahmen, wenn die Taschen schwer wie Granit sind? „Nehmen Sie mehrere Lagen Funktionskleidung mit, das spart Gewicht und ermöglicht, die Kleidung dem Wetter anzupassen“, empfiehlt der Verkäufer in der Bekleidungsabteilung bei Zweirad-Stadler.

Das Unternehmen hat mit Dynamics eine Eigenmarke, die von der gepolsterten Radhose bis zum ultraleichten Windstopper im Grunde alles abdeckt, was für eine längere Radtour benötigt wird. Und auch die praktischen, ewig haltbaren Fahrradtaschen gehören zum Programm von Dynamics – zu einem günstigen Preis. Somit lässt sich zum kleinen Betrag eine komplette Ausrüstung für eine Radreise zusammenstellen, inklusive Schuhe und Helm.

Werkzeug für den Notfall

Da die atmungsaktive Kleidung zugleich schnell trocknet, reicht jeweils eine Ersatzhose und T-Shirt. Zudem Windjacke und ein warmes Oberteil. Die zwei Fahrradtaschen sind damit zu zwei Drittel gefüllt und bringen keine zehn Kilogramm auf die Waage. Etwas Essen, ein sicheres Schloss und Werkzeug plus Ersatzschläuche kommen hinzu. Geflickt werden muss, so viel darf verraten werden, auf den gesamten 300 Kilometern nicht. Die Schwalbe Road Cruiser Bereifung ist fast unkaputtbar – selbst Glasscherben, die ja in Berlin gerne mal auf dem Radweg liegen, sind keine Gefahr. Wie ärgerlich wäre es gewesen, wenn die Reise im berüchtigten Mauerpark gestoppt worden wäre. Dort führt der Berlin-Usedom-Radweg hindurch. Und für Radfahrer bringen Scherben eher kein Glück. Und weiter geht es am Flüsschen Panke entlang, bis die Stadt aufhört und Brandenburg beginnt.

Zeit für den Berlin-Usedom-Radweg

Der Berlin-Usedom-Radweg wurde 2007 eröffnet und führt auf einer Länge von 337 Kilometern von Berlin-Mitte durch die Schorfheide, die Uckermark und durch Mecklenburg-Vorpommern über Ueckermünde auf die Insel Usedom. Ab und an sind Abkürzungen oder Abstecher möglich. Die Strecke ist also durchaus in vier Tagen zu schaffen, aber wer die gesamte Schönheit der Gegend erfassen möchte, sollte mehr Zeit einplanen: etwa eine Woche. Denn es gibt viel zu entdecken.

75 Kilometer sind für die erste Etappe vorgesehen. Von Zweirad-Stadler im Prenzlauer Berg ins Seehotel Schorfheide bei Joachimsthal. Am nächsten Tag soll es bis Nechlin an der Grenze zu Mecklenburg-Vorpommern gehen und anschließend in die Hafenstadt Ueckermünde am Stettiner Haff. Am vierten Tag ist Ahlbeck an der Ostseeküste erreicht, wenn alles nach Plan läuft.

Wenig Wegweiser in Berlin

Alle Etappen sind so ausgewählt, dass sie auch in einzelnen Tagestouren gefahren werden können. Sprich: Sie enden oder beginnen an einem Bahnhof. Zugleich ist eine komfortable Unterkunft mit gesundem Essen vorgesehen. Denn wer viel radelt, darf auch viel essen. Und vor allem gut essen.

Doch dafür muss erstmal das Ziel erreicht sein. Dem Berlin-Usedom-Radweg bis zur Stadtgrenze zu folgen, gestaltet sich schwieriger als gedacht. Nicht immer ist das Hinweisschild leicht zu finden. Bei Berlin-Buch versperrt eine Baustelle die Weiterfahrt – eine Umleitung ist für Radfahrer nicht ausgeschildert. In diesen Momenten zeigt sich, wie wichtig ein Navigationsgerät ist. Zum Einsatz kam das Teasi One Classic (119 Euro), das zuverlässig warnt, wenn man vom Weg abkommt. Oder notfalls zurück zur geplanten Strecke findet. Gerade in Städten mit einer komplizierten Wegführung wie in Berlin praktisch. Zudem kann man sich mit einem Navigationsgerät besser auf die Landschaft konzentrieren oder einfach nur die Fahrt genießen, ohne darauf achten zu müssen, ob man vom Weg abgekommen ist.


Ausrüstungstipp: Teasi One Classic (119 Euro)

Ganz Europa in einem Gerät: Mit dem Teasi One Classic navigiert der Radfahrer intuitiv durch Stadt und Land, unabhängig vom Handynetz. Das Kartenmaterial ist zudem kostenlos erweiterbar. Für grenzenlosen Fahrspaß.


Gangschaltung wichtig

Hinter Bernau wird die Orientierung leichter, geradezu kinderleicht. Man muss nur dem Asphaltband folgen, das sich organisch durch den Wald schlängelt. Die Reifen rauschen geradezu geräuschlos über den Weg. Kaum ein Kraftaufwand ist nötig – Genussradeln pur. Hier zeigt sich die Stärke der 11-Gang Nabenschaltung, die sich exakt den Begebenheiten der Strecke anpasst. So hat der Radfahrer immer den gleichen Tritt, was das Fahren angenehm macht. Und wer glaubt, Brandenburg sei nur flach, der wird spätestens am Werbellinsee froh über eine Gangschaltung sein. Mehrfach geht es rauf und runter. Doch ohne Fleiß kein Preis – belohnt wird der Radler mit einem fantastischen Weitblick über den glasklaren und 55 Meter tiefen Werbellinsee.

Mit letztem Schwung geht es von Joachimsthal nach Althüttendorf. Der Ort liegt zwar nicht mehr direkt am Berlin-Usedom-Radweg, lockt aber mit dem Seehotel Schorfheide, einer ausgezeichneten Radlerunterkunft am Wasser. Nach dem Essen im rustikalen Restaurant geht es noch in die Sauna – mit Blick über den Grimnitzsee. Das ist alles genau so schön, wie man es sich wünscht. Und dabei nur wenige Stunden mit dem Rad von Berlin entfernt.

Etappe 2 ab 17.05. sowie mehr zum Thema Zweirad im aktuellen Stadler-Themenspecial "Stadler Radreise".