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Pflanz was!

Vattenfall engagiert sich für Bienen in der Stadt

In den Vattenfall Stadtgärten und an vielen weiteren Unternehmensstandorten können Imker kostenlos Bienenstöcke aufstellen. Ziel ist nicht nur die Produktion von leckerem Honig. Mit dem Engagement soll ein wichtiger Beitrag zur Stadtnatur geleistet werden.

Pro Bienenvolk und Jahr wird an den 20 Berliner Vattenfall-Standorten circa 30 Kilogramm Honig produziert

Pro Bienenvolk und Jahr wird an den 20 Berliner Vattenfall-Standorten circa 30 Kilogramm Honig produziert

Foto: Vattenfall

Wenn die Ampel auf Rot springt und der Straßenlärm für einen Moment innehält, hört man es ganz genau: Es summt und brummt im Vattenfall Stadtgarten am Heizkraftwerk Mitte. Von morgens bis abends sind fleißige Honigbienen zwischen den Blüten und dem Bienenstock auf der Rückseite des Maschinenraums unterwegs. Das Gelände an der Köpenicker Straße ist nur einer der Standorte, an denen Vattenfall Imkern einen sicheren Ort für ihre Bienenvölker kostenlos zur Verfügung stellt

Imker haben großes Interesse

Schon seit 2013 engagiert sich Vattenfall für die Bienen. Als drittwichtigstes Nutztier – nach Rind und Schwein – haben Bienen für die gesamte Gesellschaft enorme Bedeutung. Schließlich sind sie es, die mit der Bestäubung der Blüten für unser Obst und Gemüse sorgen. Auch in den Gärten der Stadt. Und so wurden auf Initiative von Vattenfall-Mitarbeitern erste Bienenstöcke auf dem Gelände des Heizkraftwerkes in Berlin-Buch aufgestellt. Mit großem Erfolg, wie die Ernte der ersten beiden Jahre – 700 Gläser Honig – zeigt. 2015 kamen die Heizkraftwerke Reuter und Mitte hinzu. Inzwischen leben Bienenvölker an 20 Vattenfall-Standorten in ganz Berlin, bei Kraft- und Umspannwerken, an Netzknotenpunkten und sogar auf dem Dach des Verwaltungsgebäudes an der Chausseestraße. Ein paar wenige Plätze sind noch verfügbar. Und das Interesse der Imker ist da: Ein bis zwei Anfragen pro Woche bekommt Martina Pachaly, die bei Vattenfall Ansprechpartnerin in Sachen Bienen ist: „Die Bienen auf dem Werksgelände – das ist eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten“, erklärt sie. „Die Bienen bekommen ein weitestgehend ungestörtes Zuhause. Die Imker haben einen sicheren Standort für ihre Bienenvölker. Und wir freuen uns über die umweltgerechte Mitnutzung unserer Grundstücke und können außerdem den produzierten Honig – immerhin circa 30 Kilogramm pro Bienenvolk und Jahr – für unser gesellschaftliches Engagement nutzen“, so Pachaly.

Bienenfreundliche Pflanzen für Garten und Balkon

Wichtig sind der Bienenbegeisterten auch die wilden Schwestern der Honigbiene: „Die Wildbienen brauchen unsere Unterstützung noch dringender als die Honigbienen“, appelliert Martina Pachaly. Vor allem im Hochsommer, wenn Obst- und Straßenbäume abgeblüht sind, bleiben den Bienen nur noch die Parks, die Gärten und Balkone zur Nahrungssuche. Schade, wenn dann dort nur Geranien und Petunien wachsen, denn die haben keine Pollen und sind damit für die Bienen wertlos. „Dabei ist es gar nicht schwer, den Bienen zu helfen“, sagt Pachaly. „Man sollte bienenfreundliche Pflanzen wählen – mit einfachen, ungefüllten Blüten beispielsweise. Und auch mal die Küchenkräuter blühen lassen. Vor allem die Wildbienen lieben Lavendel, Oregano, Pfefferminze und Thymian.“ Auf die Vielfalt komme es an, so die Vattenfall-Mitarbeiterin: „Vom Frühjahr bis in den Herbst hinein blüht in unseren Stadtgärten immer etwas, da ist für alle Bienen was dabei.“

Mehr als 550 verschiedene Wildbienen-Arten

Anders als die Honigbienen sind die Wildbienen vielen Menschen unbekannt. Dabei gibt es in Deutschland mehr als 550 verschiedene Wildbienen-Arten, auch die Hummeln gehören dazu. Sie sind nicht nur gut für die Artenvielfalt, sondern auch deshalb wichtig, weil sie bei der Bestäubung der Pflanzen – neben der Honigbiene - die zweite Hauptrolle spielen. Dabei setzen die Insekten auf Arbeitsteilung. Die Wildbienen sind bereits im zeitigen Frühling und bis in die ersten frostigen Herbsttage hinein im Dienst und scheuen dabei weder Wind noch Wetter – während die Honigprofis lieber im gemütlichen Stock bleiben. Und während es sich die Honigbienen auch mal einfach machen und beispielsweise nur die äußeren, sonnenbeschienenen Blüten eines Baumes besuchen, dringen die kleinen Wilden auch ins schattige Innere vor.

Alle Wildbienenarten stehen übrigens unter Naturschutz, fast ein Drittel ist vom Aussterben bedroht. In den Monokulturen der intensiven Landwirtschaft finden sie kaum Nistmöglichkeiten und sind von Pestiziden bedroht. Und so geht es den Vattenfall-Bienen und ihren wilden Schwestern auf dem Kraftwerksgelände mitten in der Großstadt besser als manchen Verwandten auf dem Lande. Das Wissen um die Bienen vermittelt Vattenfall auch regelmäßig in Ausstellungen und Workshops.

Tipp: Die Bienen-App des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMEL) enthält ein Lexikon mit bienenfreundlichen Pflanzen.

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