Vor drei Jahren war das Projekt Nachbarschaftshilfe in Steglitz gestartet. In einem kleinen Büro an der Berlinickestraße 9 am S-Bahnhof Rathaus Steglitz laufen seitdem die Fäden der Hilfe- und Ratsuchenden aus dem Kiez zusammen

Hilfe beim Einkaufen und gegen Einsamkeit

„In dem meisten Fälle sind es ältere Menschen über 75 Jahre, die mehr Kontakt zu anderen wünschen oder Unterstützung beim Einkaufen brauchen“, sagt Projektkoordinatorin Nina Karbe. Der Nachbarschaftsladen gehörte zu den 100 ausgewählten Projekten, die Unternehmerin Susanne Klatten mit insgesamt 100 Millionen Euro gefördert hat. Ende 2021 ist diese Förderung ausgelaufen. Ein Anschlussfinanzierung wurde noch nicht gefunden.

Spendenaktion der Volksbank um das Angebot zu erhalten

Zunächst ist der Verein Mittelhof, der das Projekt initiiert hat, eingesprungen. Der Verein, der Angebot für Kinder, Jugendlich, Familien und Senioren in allen Lebensbereichen macht, hat zunächst die Miete für den Standort an der Berlinickestraße vorgeschossen. „Damit sind wir erst einmal froh, dass es weitergeht“, sagt Nina Karbe. Allerdings ist sie von drei Mitarbeiterinnen als einzige übrig geblieben. Um vielleicht wieder aufzustocken und die Kosten für das Projekt weiter zu sichern, hat sich der Verein Mittelhof bei der Berliner Volksbank beworben, die einen Fördertopf eingerichtet hat, um soziales Engagement zu unterstützen. Der Nachbarschaftsladen wurde in das Programm aufgenommen.

Jede Spende bis 50 Euro wird verdoppelt

In einer Aktion von Volksbank und Mittelhof wurde ein Crowdfunding- Aufruf gestartet, um bis zum 28. Februar 13.500 Euro für die Miete zusammenzubekommen (https://www.viele-schaffen-mehr.de/projekte/raeume-fuer-die-nachbarschafts). Das Besondere daran: Die Berliner Volksbank verdoppelt jede Spende bis zu einer Summe von 50 Euro. Das Ziel ist schon nah: Etwa 11.000 Euro sind bereits zusammengekommen.