Die Berliner Polizei rechnet bei der "Revolutionären 1. Mai-Demo" mit 20.000 Teilnehmern, wie Polizeisprecher Stefan Redlich am Mittwoch bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit Innensenator Frank Henkel sagte. Dazu kämen etwa 40.000 Besucher des Myfestes.
Die Großdemo, die ab 18 Uhr wie jedes Jahr durch Kreuzberg ziehen wird, stelle die "größte polizeiliche´Herausforderung" dar, sagte Henkel. Die Berliner Polizei werde wie in den vergangenen Jahren auf Unterstützungskräfte der Bundespolizei sowie auf Kollegen aus Bayern, Brandenburg, Niedersachsen, Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen angewiesen sein. Alle auswärtigen Polizisten wohnen in Hotels, weil in den sonst üblichen Unterkünften wie einer früheren Kaserne in Spandau Flüchtlinge untergebracht sind.
Insgesamt seien 6500 Polizisten am Abend des Feiertags im Einsatz, so Polizeipräsident Klaus Kandt. Weiter sagte er: „Ich gehe mit einem guten Gefühl in diesen Einsatz.“

Wie in der Vergangenheit setze die Polizei auf eine "Doppelstrategie". Die Polizisten würden mit "allen Demonstranten reden, die mit sich reden lassen" und "konsequent und beweissicher" gegen Gewattäter vorgehen.
Die Mobilisierung der linksextremen Szene für die Demonstration am Abend ist nach Einschätzung der Polizei geringer als früher. Kandt sagte: „Ich gehe mit einem guten Gefühl in diesen Einsatz.“ Henkel sagte: „Wir haben in den vergangenen Jahren eine sehr erfreuliche Entwicklung erlebt hin zu einem immer friedlicheren 1. Mai.“ Das müsse fortgesetzt werden.
Henkel betonte auch, er sei froh, dass das Myfest auch dieses Jahr stattfinden könne. Polizeipräsident Kandt kündigte an, dass die Polizei im Gegensatz zu den vergangenen Jahren stärker auf dem Myfest präsent sein werde, um das Fest zu schützen.
Das Myfest sei dieses Jahr nicht als Veranstaltung, sondern als Versammlung angemeldet worden. Deshalb gebe es andere Auflagen und "Spielregeln", sagte Kandt. Der Zugang zum Straßenfest solle stärker als früher begrenzt werden, um so eine gefährliche Überfüllung zu vermeiden.
Die Route der "Revolutionären 1. Mai-Demo" werde deshalb auch nicht über das Gelände des Myfest führen. Dadurch würden "Rettungs- und Fluchtwege überlastet", sagte Kandt. Eine gefährliche Überfüllung des Festes solle vermieden werden.
Auflage zur Routenführung der "18 Uhr Demo" - sie kann nicht durch das. #myfest laufen. Rettungs-/Fluchtwege würden überlastet. #1mai
— PolizeiBerlinEinsatz (@PolizeiBerlin_E) April 27, 2016
Mit Blick auf die Feier in der Walpurgisnacht sagte Kandt, dieses Jahr werde im Mauerpark kein Flaschenverbot verhängt. An beiden Tagen seien etwa genauso viele Beamte im Einsatz wie im vergangenen Jahr.
Veränderung: kein Flaschenverbot verhängt im #Mauerpark dieses Jahr in der #Walpurgisnacht
— PolizeiBerlinEinsatz (@PolizeiBerlin_E) April 27, 2016
Das Aufgebot im Mauerpark werde allerdings verringert, erklärte Einsatzleiter Siegfried-Peter Wulff.
BM/plet


