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Kosten auf Nutzungsdauer verteilen

Auch wenn sich das Finanzamt an den Ausgaben für Arbeitsmittel beteiligt: Nicht immer akzeptieren die Beamten sofort die vollen Kosten in dem Jahr, in dem PC oder Büromöbel erworben wurden.

Kostet ein Fotokopierer etwa mehr als 410 Euro (ohne MwSt.), dann müssen Steuerzahler die Kosten auf die voraussichtliche Nutzungsdauer verteilen, also abschreiben. Wie lange die Dauer der Nutzung für die einzelnen Arbeitsmittel ausfällt, können Sie der AfA-Tabelle entnehmen. Seit 2004 gibt es zudem eine weitere Besonderheit: Steuerzahler können im Jahr des Kaufs die Ausgaben dem Fiskus nur noch anteilig in Rechnung stellen – für jeden Monat mit einem Zwölftel. Ein Beispiel: Herr Meier kauft im Juni ein Notebook für 3000 Euro. Pro Jahr kann er bei einer Nutzungsdauer von drei Jahren 1000 Euro absetzen. Im ersten Jahr akzeptieren die Finanzbeamten jedoch lediglich 583 Euro (7/12 von 1000 Euro). Kostet das Arbeitsmittel hingegen weniger als 410 Euro (ohne MwSt.), dann können Sie dieses dem Finanzamt sofort in voller Höhe in Rechnung stellen. Die Ausgaben für Arbeitsmittel akzeptieren die Finanzbeamten jedoch nur dann in voller Höhe, wenn das Gerät selbstständig genutzt werden kann. Wer beispielsweise einen Drucker oder Scanner kauft, der ohne einen Computer nicht funktioniert, kann diese Geräte lediglich zusammen mit dem Computer abschreiben. Bei Privatleuten akzeptieren die Finanzbeamten ausschließlich eine lineare Abschreibung. Die Kosten werden also gleichmäßig auf die Nutzungsdauer gemäß AfA-Tabelle verteilt.