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Zwei Haushalte lassen sich nun leichter absetzen

Viele Arbeitnehmer unterhalten zwei Wohnungen – eine am Arbeitsort und eine dort, wo Familie oder Freunde leben, sich also der Lebensmittelpunkt befindet. Auch wenn das Pendeln stressig ist, so haben betroffene Steuerzahler durchaus Grund zur Freude.

Denn sie können das Finanzamt an einer ganzen Reihe von Ausgaben beteiligen. Zudem kommen seit 2009 deutlich mehr Arbeitnehmer in den Genuss, die Ausgaben für die Zweitwohnung und die vielen Heimfahrten in der Steuererklärung abzurechnen. Grund ist ein Urteil des Bundesfinanzhofs vom 5. März 2009. In diesem entschieden die Richter, dass die Finanzbeamten auch dann eine doppelte Haushaltsführung anerkennen müssen, wenn der Steuerzahler aus privaten Gründen vom Arbeitsort wegzieht und dann zwei Wohnungen unterhält. Bislang weigerten sich die Finanzbeamten, diesen Sachverhalt als doppelte Haushaltsführung anzuerkennen, weil der Umzug privat und nicht beruflich veranlasst war. Damit ist nun Schluss. Sobald die Finanzbeamten die doppelte Haushaltsführung abnicken, können Steuerzahler den Fiskus an einer ganzen Reihe von Ausgaben beteiligen: beispielsweise an den Kosten für eine Heimfahrt pro Woche mit 30 Cent je Kilometer in unbegrenzter Höhe, an den Ausgaben für den Umzug in die Zweitwohnung am Arbeitsort, Miete und Zweitwohnungsteuer. Für die ersten drei Monate können Steuerzahler zudem einen Verpflegungspauschbetrag abrechnen.