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Islamic Relief zum Ramadanfest: Lebensmittelverteilungen erreichen trotz Corona über 1,3 Millionen Menschen /"Die Verteilung von Nahrungsmitteln ist in Zeiten von Corona wichtiger denn je"

Nurta A. und ihre Kinder zu Hause während der Ramadan-Lebensmittelverteilung von Islamic Relief in einem Lager für Geflüchtete außerhalb von Mogadischu, Somalia Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/50131 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Islamic Relief Deutschland e.V."

Nurta A. und ihre Kinder zu Hause während der Ramadan-Lebensmittelverteilung von Islamic Relief in einem Lager für Geflüchtete außerhalb von Mogadischu, Somalia Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/50131 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Islamic Relief Deutschland e.V."

Köln/Berlin (ots) - Mit über 32.000 Lebensmittelpaketen erreichte die diesjährige Spenden-Aktion von Islamic Relief Deutschland im Fastenmonat über 178.000 Menschen weltweit. Gemeinsam mit ihrem internationalen Netzwerk unterstützte die humanitäre Hilfsorganisation insgesamt mehr als 1,3 Millionen Menschen. Durch vorzeitige Hygienemaßnahmen und Verteilungen konnten Helfende weltweit trotz Pandemie die Zustellung der Lebensmittelpakete an Notleidende sicherstellen. Auch Familienmutter Nurta A. aus Somalia kann durch die Lebensmittelversorgung aufatmen. Islamic Relief Deutschland hat in diesem Ramadan weltweit 178.950 Menschen mit 32.700 Lebensmittelpaketen erreicht. Der Fokus der Ramadan-Verteilungen lag in diesem Jahr auf Menschen, die von Krieg, Flucht und Hunger betroffen sind. "Wir stehen schutzbedürftigen Menschen während der Corona Pandemie zur Seite. In Krisen sind diejenigen, die bereits gefährdet sind, einem noch höheren Risiko ausgesetzt. Umso wichtiger sind unsere Lebensmittelverteilungen in diesem Jahr, die hunderttausende Menschen vor Hunger schützen", sagt Tarek Abdelalem, Geschäftsführer von Islamic Relief Deutschland.

Die ungewisse Versorgung mit Lebensmitteln ist insbesondere für Menschen auf derFlucht Realität. Sie leiden unter den Folgen von Hunger und an Mangelernährung. So wie Nurta A. aus der Region Banadir, im Südosten Somalias. Nurta lebt in einem Camp für Binnenvertriebene nahe der Hauptstadt Mogadischu und hat fünf Kinder. Ihr Ehemann ist krank und findet keine Arbeit. Umso mehr steht Nurta unter Druck. Sie hat Probleme damit, ihr jüngstes Kind zu stillen und macht sich Sorgen um die Gesundheit ihrer Kinder.

"Jeden Tag verbringe ich bettelnd auf den Straßen von Mogadischu und schaffe es trotzdem nicht, genug Essen für meine Familie zu besorgen. Ich lasse meine Kinder ohne Essen den ganzen Tag zu Hause zurück und nachts komme ich mit etwas Essen zurück, das nicht ausreicht. Die Kinder gehen oft zu Bett, ohne gegessen zu haben", berichtet Nurta unter Tränen.

Lebensmittelpakete gegen Hunger und Unterernährung in Somalia

Nurta lebt in der Region Somalias, in der die meisten Binnenvertriebenen leben. Die Anzahl von Kindern, die an akuter Unterernährung leiden, ist unter den Binnenvertriebenen am höchsten. Die UN schätzten bereits im letzten Jahr, dass bis Juni 2020 eine Million Kinder in Somalia akut unterernährt sein werden.

Deshalb hilft das Lebensmittelpaket Nurta und besonders ihren Kindern durch schwere Zeiten und stärkt sie. "Das Leben ist hart in den Camps von Bangala. Ohne die Hilfe von Islamic Relief wäre unser Leben hier noch schwerer. Das Lebensmittelpaket bietet uns Öl, Reis, Weizenmehl, Datteln, Zucker, Haferflocken und Milchpulver und die Lebensmittel unterstützen viele Familien in unserem Camp" , betont Nurta.

Sie erzählt, dass sie im zweiten Jahr von dem Lebensmittelpaket profitiert und auch von der ärztlichen Betreuung, die Islamic Relief-Helfende kostenlos für die Binnenvertriebenen anbieten. "Gesundheit ist für uns nicht selbstverständlich. Wenn die Kinder krank werden, können wir uns keine Medikamente leisten", sagt Nurta abschließend.

Nahrungsmittelknappheit und Hunger machen Menschen wir Nurta täglich zu schaffen. Die mangelhafte Ernährung führt vor allem bei den Kindern zu ständigen Krankheiten. Die Kindersterblichkeitsrate in Somalia ist laut dem Welthunger-Index 2019 mit über zwölf Prozent die höchste der im Bericht erfassten Länder. Noch vor dem Ausbruch der Pandemie benötigten mehr als 5 Millionen Menschen in Somalia humanitäre Hilfe.

Die Corona-Krise verschärft bestehende Krisen

Aufgrund von Konflikten, schweren Dürren, Überschwemmungen und Ernährungsunsicherheit sind über 2,6 Millionen der 15 Millionen Einwohner Somalias Vertriebene im eigenen Land. Somalia ist damit auf Platz fünf nach Syrien und Äthiopien (UNHCR). Andauernde Konflikte wie im Jemen, Naturkatastrophen wie der Zyklon in Bangladesch oder die Heuschreckenplage und Fluten in Ostafrika, sind zusätzliche Belastungen, welche die Menschen in Krisengebieten ihrer Existenzgrundlage berauben.

Das Corona-Virus und seine wirtschaftlichen Folgen erschweren die Lage der Menschen in Not erheblich, denn sie können nicht mehr arbeiten. Der Zugang zu Essen wird durch die Auswirkungen der Pandemie auf die Lieferketten sowie auf Lebensmittel- und Einkommensquellen der Haushalte erschwert. Die Folge für die bereits benachteiligten Menschen ist Hunger.

"Durch die gezielte Verteilung von Lebensmitteln retten wir Menschenleben. Für Menschen in Krisengebieten und auf der Flucht, bedeuten die Lebensmittelpakete Entlastung. Denn sie kämpfen täglich ums Überleben. Das Verschnaufen und das Essen stärken ihre Widerstandsfähigkeit. Es ist eine Angst weniger, eine Last weniger", ist Abdelalem überzeugt. Er ergänzt: " Die Verteilung von Nahrungsmitteln ist in Zeiten von Corona wichtiger denn je."

Die Lebensmittelpakete wurden deshalb vor allem in den Ländern verteilt, die laut UN zu den größten Herkunftsländern von Geflüchteten zählen, wie Myanmar, Somalia, Südsudan und Syrien sowie in einigen der größten Aufnahmeländer von Geflüchteten, wie Bangladesch, Kenia, Pakistan und Sudan. So wird mindestens ein Drittel der Geflüchteten von den ärmsten Ländern der Welt aufgenommen.

"Wir möchten das Leid der besonders gefährdeten Menschen lindern. Für Millionen von Menschen weltweit ist Hunger allgegenwärtig ", stellt Abdelalem klar und sagt: "Mit unserem weltweiten Islamic Relief-Netzwerk haben wir über 1,3 Millionen Menschen mit Lebensmitteln erreicht. Allein unsere Spender aus Deutschland haben davon über 178.000 Menschen mit Lebensmitteln versorgt, was unsere Erwartungen übertroffen hat." Insgesamt sind weltweit 70,8 Millionen auf der Flucht, die Zahl der Binnenvertriebenen beträgt 41,3 Millionen. Die Hälfte der weltweiten registrierten Geflüchteten sind Kinder (UNHCR).Wie in jedem Jahr liegt bei der Ramadan-Verteilung ein besonderer Fokus auf Waisen, Witwen, Menschen mit Behinderung, älteren Menschen, Vertriebenen und Geflüchteten.

Ramadan-Verteilungen Hand in Hand mit Covid-19 Maßnahmen

Um bedürftige Gemeinschaften so sicher und effektiv wie möglich in der Pandemie zu unterstützen, wurde die Arbeitsweise in den Projektländern angepasst. Weltweit unterstützen Helfende in Krisengebieten wie Gaza, Jemen und Syrien gezielt Gemeinden in Not gegen Covid-19: Durch medizinische Hilfe und die Bereitstellung von Hilfsgütern, wie Lebensmittelpakete und Gutscheine, Hygienekits mit Handschuhen, Masken, Toilettenpapier und Desinfektionsmitteln sowie mit Schulungsmaterial zur Sensibilisierung.

Die Ramadan-Verteilungen fanden in diesem Jahr unter Anwendung strikter Hygieneregeln statt. Empfänger erhielten ihre Lebensmittelpakete von ausgewählten Lieferanten gemäß den COVID-19-Richtlinien.

Ziel der Maßnahmen gegen Covid-19 ist es, die Bevölkerung mit vorbeugenden und eindämmenden Maßnahmen zu erreichen. So nutzten Helfer die bereits bestehenden Gesundheitseinrichtungen, um Tausende von Menschen zu erreichen - ob durch die Bereitstellung von Wasser zum Händewaschen, massenmediale Aufklärungsarbeit im Radio, Fernseher und über Mobiltelefone oder die enge Zusammenarbeit mit den Gemeinden und Glaubensführern bei der Vermittlung von Botschaften.

Islamic Relief Deutschland und ihr weltweites Netzwerk erreichten in diesem Jahr mit insgesamt 237.852 Lebensmittelpaketen über 1,3 Millionen Menschen in 34 Ländern. Mit einem Lebensmittelpaket von Islamic Relief wird eine fünfköpfige Familie den ganzen Ramadan lang ausreichend mit Nahrungsmitteln versorgt.

Mit der diesjährigen Ramadan-Kampagne zielte Islamic Relief darauf ab, dort Hunger zu mildern, wo eine ungewisse Versorgung mit Nahrungsmitteln tägliche Realität ist. Die jährliche Ramadan-Kampagne ist ein saisonales Projekt, das zusätzlich zu den Projekten der Nothilfe und Entwicklungszusammenarbeit von Islamic Relief Menschen in Not unter Einhaltung grundlegender Menschenrechte unterstützt.

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Was ist das Ramadanfest?

Mit dem Ende des Fastenmonats Ramadan im islamischen Kalender werden Muslime auf der ganzen Welt auf den Anblick des Neumondes warten, um den Beginn von Eid-al-Fitr (dt.: das Fest des Fastenbrechens) zu kennzeichnen.

In diesem Jahr ist Eid am 24. Mai.

Was ist Ramadan?

Für Muslime auf der ganzen Welt ist der heilige Monat Ramadan eine Zeit, um Gott zu preisen. Diese Zeit bietet die Gelegenheit zur Hingabe, Reflexion und Feier der Barmherzigkeit und Liebe Gottes.

Während dieser Zeit zeigen gesunde erwachsene Muslime diese Hingabe durch ihr Fasten von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Während des Fastenmonats Ramadan werden weitere Gottesdienste wie das gemeinschaftliche Gebet und die Wohltätigkeit besonders gefördert. Es ist auch eine Zeit, in der Muslime eine Art Almosenabgabe genannt Zakat spenden.

Pressekontakt:

Nuri Köseli, Pressesprecher, Telefon: 0221 200 499-2225 Sara Ahmed Martinez, Pressereferentin, Telefon: 0221 200 499-2279 E-Mail: presse@islamicrelief.de

Weiteres Material: https://www.presseportal.de/pm/50131/4604538 OTS: Islamic Relief Deutschland e.V.

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