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Keine einheitliche Regelung: Wie die PR mit gendergerechter Sprache umgeht

In den meisten Pressestellen und PR-Agenturen in Deutschland gibt es keine einheitliche Regelung beim Umgang mit gendergerechter Sprache. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage von news aktuell und Faktenkontor, an der 415 Kommunikationsprofis teilgenommen haben. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/6344 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/news aktuell GmbH"

In den meisten Pressestellen und PR-Agenturen in Deutschland gibt es keine einheitliche Regelung beim Umgang mit gendergerechter Sprache. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage von news aktuell und Faktenkontor, an der 415 Kommunikationsprofis teilgenommen haben. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/6344 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/news aktuell GmbH"

Hamburg (ots) - Einmal so, ein andermal anders: Wenn es um Gendern in der professionellen Kommunikation geht, gibt es bei den meisten PR-Experten keine einheitliche Regelung. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage von news aktuell und Faktenkontor. Die dpa-Tochter hat bei Pressestellen und PR-Agenturen aus Deutschland nachgefragt, wie sie mit gendergerechter Sprache in der Kommunikation für ihr Unternehmen beziehungsweise für ihre Kunden umgehen. 415 Kommunikatoren haben an der Befragung teilgenommen. Demnach wenden knapp die Hälfte der PR-Schaffenden keine einheitlichen Regeln in ihrem Sprachgebrauch an, um die Gleichstellung der Geschlechter zum Ausdruck zu bringen (45 Prozent). Immerhin ein gutes Drittel der Befragten formuliert geschlechtsneutral, setzt also auf Bezeichnungen wie "Mitarbeitende" oder "Studierende" (38 Prozent). Fast genauso viele Befragte schreiben die männliche und weibliche Form aus, indem sie zum Beispiel von "Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern" oder "Studentinnen und Studenten" sprechen (36 Prozent).

Weniger üblich sind sämtliche Binnen-Schreibweisen: Nur jede fünfte Pressestelle und PR-Agentur verwendet die Schrägstrich- oder Klammerschreibweise und schreibt zum Beispiel "Mitarbeiter/innen" oder "Mitarbeiter(innen)" (19 Prozent). Genauso viele Befragte halten sich an das sogenannte Binnen-I, indem sie MitarbeiterInnen oder StudentInnen schreiben (18 Prozent). Noch seltener ist das Gender-Sternchen. Nur 14 Prozent setzen das Sonderzeichen - etwa bei dem Wort Mitarbeiter*innen -, um geschlechtergerecht zu formulieren. Verschwindende ein Prozent der PR-Schaffenden nutzt den Tiefstrich (z.B. Mitarbeiter_innen).

Immerhin jede zehnte Pressestelle und PR-Agentur gendert überhaupt nicht (12 Prozent). Grund dafür ist möglicherweise, dass für die Mehrheit der Befragten gendergerechte Sprache eher bzw. völlig unwichtig ist (53 Prozent). Nur knapp die Hälfte der Kommunikatoren stuft sie als eher bzw. sehr wichtig ein (45 Prozent).

Wie gehen Sie in der Unternehmenskommunikation bzw. in der Kommunikation für Ihren größten Kunden mit gendergerechter Sprache um?

- Keine einheitliche Regelung: 45% - Geschlechtsneutral formulieren: 38% - Männliche und weibliche Form ausschreiben: 36% - Klammer-/Schrägstrich-Schreibweise: 19% - Binnen-I: 18% - Gender-Sternchen: 14% - Tiefstrich: 1% - Wir praktizieren keine gendergerechte Sprache: 12%

Wie wichtig ist gendergerechte Sprache aus Ihrer Sicht?

- Sehr wichtig: 16% - Eher wichtig: 29% - Eher unwichtig: 36% - Völlig unwichtig: 17% - Keine Angabe: 2%

Quelle: Online-Befragung im Februar 2020 im Rahmen des Trendreports von news aktuell und Faktenkontor, Mehrfachnennungen möglich

Datenbasis: 415 Fach- und Führungskräfte aus Pressestellen und PR-Agenturen in Deutschland

Über news aktuell

Als hundertprozentige Tochter der dpa verschafft news aktuell Unternehmen, Institutionen und Verbänden einen effektiven Zugang zu Medien und Verbrauchern und unterstützt die Organisationen dabei, einfach und erfolgreich ihre Storys zu erzählen. Über die digitalen Tools ots und zimpel gelangen PR-Inhalte an alle Medienformate wie klassische Printtitel, klickstarke Online-Portale oder soziale Netzwerke. Zusätzlich veröffentlicht news aktuell sämtliche PR-Inhalte seiner Kunden auf http://www.presseportal.de , einem der reichweitenstärksten PR-Portale Deutschlands. Somit werden weltweit alle relevanten Multiplikatoren erreicht, von Redakteuren, über digitale Influencer bis hin zu fachspezifischen Bloggern und interessierten Verbrauchern. news aktuell ist seit 1989 am Markt und beschäftigt über 135 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Firmensitz ist in Hamburg. Weitere Standorte sind in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt und München.

Pressekontakt:

news aktuell GmbH Janina von Jhering Stellvertretende Leiterin Konzernkommunikation Telefon: +49 40/4113 - 32598 vonjhering@newsaktuell.de https://twitter.com/JvJhering

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