Studienwahl

Umwelttechnik studieren und später ein wenig die Welt retten

Neue Studiengänge reagieren auf das wachsende Umweltbewusstsein. Gemeinsamer Bachelor Medieninformatik von Technischer Universität und FU Berlin trägt veränderten Kommunikationswegen Rechnung.

Foto: aw / pa/dpa

Ein Drittel der Weltbevölkerung leidet unter Wassernot. Die Ursachen sind vielfältig. In weiten Teilen Afrikas, Chinas und Indiens fehlen zum Beispiel Pumpen und Leitungen, um das vorhandene Wasser zugänglich zu machen.

Gleich drei neue Masterstudiengänge an der Fachhochschule Köln reagieren auf das wachsende Umweltbewusstsein und das ungelöste Wasserproblem.

In Integrated Water Resources Management beschäftigen sich Studierende mit dem Management von Wasserressourcen weltweit. Auf dem Stundenplan steht etwa Projektmanagement oder angewandte Statistik. Bei Interesse gibt es die Möglichkeit, einen Doppelmaster der Fachhochschule Köln und der Universität Jordanien zu erwerben.

Bioenergie im Mittelpunkt

In dem Master Renewable Energy Management befassen sich Studierende etwa mit Bioenergie oder Windkraftanlagen sowie mit Energiepolitik. In Natural Resources Management and Development ist der Umgang mit begrenzten Ressourcen wie Essen, Wasser und Energie Thema.

Hier geht es etwa um die Bewirtschaftung von Land sowie um Regionalmanagement. Studierende haben die Möglichkeit, im Rahmen einer Kooperation mit einer Universität in Mexiko einen Doppelmaster zu machen.

Die Unterrichtssprache Englisch setzt sich mehr und mehr durch. Das zeigt sich auch bei den neuen Studiengängen in Köln. Absolventen werden darauf vorbereitet, später in der Entwicklungszusammenarbeit tätig zu sein.

Medieninformatik in Berlin

Der rasanten Veränderung der menschlichen Kommunikation trägt ein neuer Bachelorstudiengang Rechnung, der im Wintersemester starten wird. Den Studiengang Medieninformatik haben die Technische Universität Berlin und die Freie Universität gemeinsam aufgelegt.

Da die Medieninformatik die gesamte mediale Lebenswelt durchdringt, eröffnen sich den Studienabsolventen viele Tätigkeitsfelder: von der Mediengestaltung über die Nutzerforschung bis zur Medienberatung informieren die Hochschulen.

Die Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin hat den neuen Masterstudiengang General Management im Angebot. Der Studiengang startet im Oktober, er dauert vier Semester und ist berufsbegleitend.

Bilanzanalyse

Studenten beschäftigen sich mit Themen wie Strategieentwicklung oder Bilanzanalyse. Bewerber brauchen neben einem ersten Studienabschluss mindestens ein Jahr Berufserfahrung. Das Studium kostet 10.200 Euro.

Absolventen sollen als Manager bei Unternehmen aus allen Branchen arbeiten können. Die Fachhochschule Kaiserslautern bietet am Campus Zweibrücken drei neue Masterstudiengänge für Betriebswirte an. Sie starten zum Sommersemester 2015 und dauern je drei Semester, teilt die Hochschule mit.

Im Studiengang Mittelstandsmanagement beschäftigen sich Studierende etwa mit Businessplänen oder Gründungsmanagement. Absolventen sollen später Positionen in mittelständischen Unternehmen übernehmen können.

Internationale Finanzmärkte

Der englischsprachige Master Financial Services Management dreht sich um Themen wie Finanzdienstleitungen oder internationale Finanzmärkte. Absolventen sollen zum Beispiel bei Banken und Versicherungen arbeiten können.

Der Master International Management and Finance richtet sich an Studierende mit einem Interesse an Lateinamerika. Sie beschäftigen sich mit der Finanzwirtschaft in Lateinamerika und Europa.

Studierende verbringen verpflichtend ein Semester an der Partneruniversität in Argentinien. Anschließend erhalten sie einen Doppelabschluss. Bewerbungsschluss ist für alle Studiengänge Januar 2015.

In die Bauwirtschaft

Die Universität Duisburg-Essen bietet zum Wintersemester den neuen Master Construction Management an. Der Studiengang kann in weiten Teilen online absolviert werden, dauert fünf Semester und ist berufsbegleitend angelegt, teilt die Hochschule mit. Auf dem Stundenplan stehen Vorlesungen in Bauwirtschaft, -vertragsrecht oder -projektmanagement.

Absolventen sollen etwa bei Bauträgern die Projektleitung übernehmen können. Das Studium kostet rund 19.300 Euro. Bewerbungsschluss ist am 30. September.

Den weiterbildenden Master Gerontologie legt die Universität Vechta zum Wintersemester auf. Auf dem Stundenplan stehen Fächer wie Altersforschung oder gesellschaftspolitische Aspekte des Alterns.

Kurzes Studium

Das Studium können Studierende in Vollzeit in vier und in Teilzeit in sechs Semestern machen. Absolventen sollen bei Kommunen oder Verbänden arbeiten können. Bewerber brauchen neben einem ersten Hochschulabschluss mindestens ein Jahr Berufserfahrung. Das Studium kostet 6500 Euro.

Die Hochschule Rhein-Main hat den Master Management im Gesundheitswesen erstmals im Angebot. Das berufsbegleitende Studium startet zum Wintersemester und dauert fünf Semester, teilt die Hochschule mit. Studierende beschäftigen sich zunächst mit Themen wie Projekt- und Prozessmanagement.

Später setzen sie dann einen Schwerpunkt beispielsweise in Leistungsdokumentation und -controlling. Bewerber brauchen einen ersten Abschluss mit einem gesundheitsökonomischen Schwerpunkt mit der Gesamtnote 2,3 und besser. Absolventen sollen Führungspositionen zum Beispiel in Krankenhäusern übernehmen können.

Master in Kunststofftechnik

Die Fachhochschule Schmalkalden startet zwei neue Studiengänge für Ingenieure. Der Bachelor Elektro- und Informationstechnik dauert sieben Semester, teilt die Hochschule in Thüringen mit.

Auf dem Stundenplan stehen Fächer wie Mathematik, Physik, Informatik und Elektrotechnik. Absolventen sollen später beispielsweise bei Fahrzeugherstellern, aber auch bei Energieversorgern arbeiten können.

Der Master angewandte Kunststofftechnik dauert insgesamt drei Semester. Studierende hören Fächer wie Kunststoffkunde oder -verarbeitung. Absolventen des Studiengangs sollen etwa Jobs in der Produkt- oder Werkzeugentwicklung in der Kunststoffindustrie übernehmen können.