Buchtipp

Mit diesem Ratgeber wird jedes Meeting ein voller Erfolg

In „Meet up!“ zeigen die Autoren, wie sie Teilnehmer einer Besprechung zum Mitmachen bewegen. Sie geben tolle Praxistipps für Meetings.

Lesen bringt die Karriere voran.

Lesen bringt die Karriere voran.

Foto: clu / Getty Images/iStockphoto

Berlin.  Teilnehmer von Meetings halten im Schnitt 45 Prozent der in Besprechungen verbrachten Zeit für verschwendet. Jeder Dritte ist der Meinung, dass Meetings ihm nicht bei der Arbeit helfen, sondern stören.

Da viele Fach- und Führungskräfte zahlreiche Stunden in Meetings verbringen, liegt dort ein enormes Potenzial. Die drei größten Probleme aus Sicht der Betroffenen sind eine fehlende Agenda, Dominanz einzelner Personen und unergiebige Diskussionen.

Eine umfassende, gut durchdachte und wirksame Lösung für diese Probleme enthält das Buch „Meet up! Einfach bessere Besprechungen durch Nudging. Ein Impulsbuch für Leiter, Moderatoren und Teilnehmer von Sitzungen“ (Schäffer-Poeschel, 174 S., 19,95 Euro).

Dafür greifen die Autoren Martin J. Eppler und Sebastian Kernbach auf das aus der Verhaltensökonomie stammende Konzept des „Nudging“ zurück. Übersetzt bedeutet das so viel wie Schubser. Es soll das Verhalten in eine bestimmte Richtung lenken.

In die richtige Richtung schubsen

Die Menschen behalten ihre Entscheidungsfreiheit, aber durch die Rahmenbedingungen steigt die Wahrscheinlichkeit einer bestimmten Entscheidung.

Möchte man zum Beispiel verhindern, dass die Teilnehmer eines Meetings durch ihre Handys abgelenkt werden, könnte man vor dem Raum eine Ladestation platzieren.

Wertvolles Arbeitsbuch

Es ist ein mustergültiges Arbeitsbuch, das jeden Cent wert ist. Struktur, Text, Gestaltung, Download-Angebote – es stimmt alles. Um Meetings zu verbessern, greifen die Autoren auf sogenannte Navicons zurück.

Im Text werden sie zur Leseführung eingesetzt. Das erleichtert die Orientierung.

Ergebnis steht im Fokus

Im Kern sind es die Praxistipps, die den enormen Wert dieses schmalen Buchs ausmachen. Sie sind ergebnisorientiert und setzen direkt am neuralgischen Punkt an, nämlich der gewöhnlich schwer zu bewerkstelligenden Verhaltensänderung.

Jeder, der zum Beispiel wiederholt vergeblich an die Disziplin der Meeting-Teilnehmer appelliert hat, wird für ein paar Tricks dankbar sein.