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Vermögensmanagement

Nachlassregelung – warum und wie vorgesorgt werden sollte

Die Nachlassregelung ist Teil eines nachhaltigen Vermögensmanagements. Vor allem Unternehmen stehen bei Nachlass und Nachfolge vor Herausforderungen.

Eine frühzeitige Nachlassregelung ist vor allem im Hinblick auf die Unternehmensnachfolge wichtig.

Eine frühzeitige Nachlassregelung ist vor allem im Hinblick auf die Unternehmensnachfolge wichtig.

Foto: iStock

Von Generation zu Generation – was bei der Nachlassregelung zu beachten ist

Eine Nachlassregelung sollte keinen Interpretationsspielraum zulassen. Denn nicht selten geht es um den Erhalt eines Lebenswerkes. Unmissverständliche Regelungen vermeiden Streitigkeiten zwischen Erben und entlasten diese von Formalitäten. Gleichzeitig können wichtige Dinge wie die Fortführung eines Unternehmens und der damit einhergehende Erhalt von Arbeitsplätzen auf eine sichere Basis gestellt werden. Ein ganzheitliches Nachlassmanagement umfasst die Nachlassplanung, die Testamentsvollstreckung und gegebenenfalls ein Stiftungsmanagement.

Warum eine rechtzeitige Nachlassregelung wichtig ist

Nur rund ein Viertel der Deutschen haben ein Testament errichtet oder einen Erbvertrag geschlossen. Und selbst wenn eine Nachlassregelung besteht, ist diese in den meisten Fällen fehlerhaft oder unzureichend. Vor allem bei vermögenden Menschen, Unternehmensinhabern oder Immobilieneigentümern stellen lückenhafte Nachlassregelungen jedoch ein großes Problem dar – zum einen für die Erben, zum anderen für weitere Betroffene wie Arbeitnehmer, Miteigentümer oder Mieter.

Durch ein nachhaltiges Vermögensmanagement und eine hieb- und stichfeste Nachlassregelung können zahlreiche Konflikte bereits im Vorfeld vermieden werden. Ebenso dient das Nachlassmanagement dazu, schon zu Lebzeiten für Hinterbliebene vorzusorgen oder auch gemeinnützige Zwecke zu verfolgen.

Nachlassregelung: Diese Dinge sollten rechtzeitig geplant werden

Mit einer rechtzeitigen und lückenlosen Nachlassregelung lässt sich die Zukunft des eigenen Vermögens steuern. Zunächst geht es dabei um die grundsätzliche Frage, wer nach dem eigenen Tod finanziell begünstigt werden soll. Hinzu kommen von Fall zu Fall weitere Aspekte. Dazu gehören etwa:

  • Vermögensverwaltung für minderjährige Erben
  • Nachfolgeplanung für Unternehmen
  • Gründung einer Stiftung von Todes wegen, über die bestimmte gemeinnützige Zwecke unterstützt werden sollen

Für eine ganzheitliche Planung der Vermögensnachfolge ist eine professionelle Beratung und Unterstützung sinnvoll. Dabei sind zum einen juristische Aspekte wie Vollmachten und Verfügungen zur rechtsverbindlichen Festlegung der getroffenen Entscheidungen wichtig. Zum anderen sind komplexe steuerliche Gesichtspunkte zu beachten. Zunächst unterliegt der Vermögenserwerb von Todes wegen der Erbschaftssteuer. Spätere Erträge aus dem geerbten Vermögen sind für den Erben hingegen einkommenssteuerpflichtig. Bei bestehendem Sonderbetriebsvermögen oder im Rahmen der Betriebsaufspaltung kann es zudem zu unerwarteten Gewinnrealisierungen kommen, die steuerliche Pflichten nach sich ziehen.

Schnell wird klar: Jede Vermögenssituation bringt andere Besonderheiten mit sich, die es bei der Nachfolgeplanung zu beachten gilt. Vielfach geht es darum, ein Lebenswerk sicher an die folgende Generation weiterzugeben. Systematische Nachlassregelungen, die keinen Interpretationsspielraum zulassen, sind daher von größter Bedeutung.

Was ist bei der Unternehmensnachfolge wichtig?

Eine grundsätzliche Entscheidung ist, ob das eigene Unternehmen zu Lebzeiten übergeben wird oder der Übergang nach dem Tod des Erblassers erfolgen soll. In beiden Fällen ist eine gute Vorbereitung wichtig.

Zum einen hat die Nachfolgeplanung von „innen“ eine hohe Relevanz: Im Rahmen eines Mentoringprozesses führt der Unternehmer seine Nachfolge in alle geschäftlichen Prozesse sowie in Kundenkreise und bestehende Geschäftsbeziehungen ein.

Zum anderen erfordert die strukturierte und zukunftssichere Nachfolgeplanung von „außen“ viel fachliches Know-how und Fingerspitzengefühl. Hierbei geht es um die administrative Seite der Unternehmensübergabe, bei der eine enge Zusammenarbeit mit Spezialisten wie Juristen, Vermögens- und Steuerberatern sinnvoll und empfehlenswert ist. Bei Finanzinstituten wie der Berliner Sparkasse stehen im Bereich

Spezialisten für die Nachfolgeplanung zur Verfügung, die sich mit ihren vertrauten Dienstleistern abstimmen oder kompetente externe Partner hinzuziehen.

Testamentsvollstreckung: Für eine reibungslose Vermächtnisabwicklung

Der letzte Wille sollte professionell und konfliktfrei abgewickelt werden. Der Testamentsvollstrecker übernimmt dies kraft der Verfügungen des Erblassers und stellt eine zügige und reibungslose Durchführung sicher. Der Testamentsvollstrecker nimmt dabei die Stellung eines Treuhänders ein, der die letztwilligen Anordnungen umsetzt, sich um eine etwaige Auseinandersetzung des Nachlasses kümmert und weitere Verbindlichkeiten wie das Erstellen einer Erbschaftssteuererklärung übernimmt. Hinzu kommen mitunter spezielle Nachlassregelungen wie Dauertestamentsvollstreckungen bei minderjährigen oder unmündigen Erben.

Stiftungsmanagement – nach dem Tod Gutes tun

Eine selbstständige Stiftung kann die eigenen Ideale über den Tod hinaus weiterleben lassen. Vermögende Personen können ganz gezielt Projekte oder Zwecke auswählen, die unterstützt werden sollen. Die dauerhafte Unterstützung gemeinnütziger, kirchlicher oder weiterer Projekte wird durch das ertragreiche Anlegen des Stiftungsvermögens ermöglicht, wobei die Erträge den Stiftungszweck finanzieren. Wer eine Stiftung gründen möchte, sollte sich diesbezüglich umfassend beraten lassen und für die Gründung und Verwaltung einen starken Partner an die Seite holen. So kann gewährleistet werden, dass das gestiftete Geld dauerhaft dort ankommt, wo es benötigt wird. Das erfahrene

der Berliner Sparkasse berät Kunden und Interessierte diesbezüglich vertrauensvoll und persönlich.



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