Krankenversicherung

Kassenpatienten müssen sich auf höhere Beiträge einstellen

Laut der Vorstandsvorsitzenden des GKV-Spitzenverbandes müssen gesetzlich Versicherte ab 2019 einen höheren Beitragssatz zahlen.

Eine Auswahl von Versicherungskärtchen verschiedener Krankenkassen.

Eine Auswahl von Versicherungskärtchen verschiedener Krankenkassen.

Foto: dpa

Berlin. Vermutlich wird der Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung um 1,8 Prozent steigen. Ein Grund für die drohende Erhöhung sind die steigenden Kosten im Gesundheitswesen. Aktuell verlangen gesetzliche Krankenkassen einen Beitrag von 14,6 Prozent, den sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber teilen.

Vorab einen Vergleich durchführen

Der neue Zusatzbeitrag, der ab 2019 gelten soll, wird jedoch nur vom Arbeitnehmer getragen. Das bedeutet, das mehr als 50 Millionen Menschen in Deutschland diese Erhöhung tragen. Die gesetzlichen Krankenkassen wollen mit diesem Zusatzbeitrag ihre Finanzlöcher stopfen, die nicht nur durch kostspielige Reformen der Bundesregierung entstanden sind.

Eine weitere finanzielle Herausforderung für die Krankenkassen ist der Zuzug von Flüchtlingen. Sobald diese Hartz IV erhalten, fallen sie unter die Zuständigkeit der gesetzlichen Krankenkassen. Es lässt sich aber nur schwer kalkulieren, welche Zusatzkosten auf die Kassen hinzukommen. Der CDU-Gesundheitsminister Gröhe hat bereits letzten Monat angekündigt, rund 1,5 Milliarden Euro mehr aus dem Gesundheitsfonds an die Kassen zu überweisen, damit die Beiträge für das kommende Jahr 2017 stabil bleiben können.

Bereits im kommenden Jahr sollen die Beiträge auf 1,4 Prozent steigen. Arbeitnehmer die beispielsweise 2000 Euro brutto verdienen, zahlen dann monatlich rund sechs Euro mehr in die gesetzliche Krankenversicherung ein. Aber wie hoch der durchschnittliche in 2017 wirklich sein wird, erfahren die Kassenpatienten voraussichtlich Ende Oktober oder Anfang November 2016. Die gesetzlichen Krankenkassen können aber autark entscheiden, in welcher Höhe die ihre Beiträge anheben wollen.