Ratenkredit-Vergleich

So entgehen Sie der Privatinsolvenz

Laut einer Studie des Instituts für Finanzdienstleistungen (iff) sind bundesweit mehr als drei Millionen Haushalte überschuldet

Aber nicht jeder Verbraucher, der Schulden hat, ist automatisch überschuldet. Denn unter Schulden sind bloß die reinen Zahlungsforderungen zu verstehe. Überschuldet ist derjenige, dessen finanzielle Mittel nicht mehr ausreichen, um diesen Forderungen fristgerecht oder überhaupt nachzukommen.

Tipps gegen Überschuldung

Für Überschuldungen gibt es viele Gründe (wie Arbeitslosigkeit, gescheiterte Selbständigkeit oder Scheidung), auf die man wenig Einfluss hat. Es gibt aber auch weitere Gründe, auf die man positiv einwirken kann, um einer Überschuldung vorzubeugen.

Nur wer seine Finanzen immer im Blick hat, wird wissen, was er sich leisten kann und was nicht. Verbraucher sollten aufpassen, dass sie sich bei Tilgungsraten nicht zu sehr übernehmen. Ein Tipp: Wer nicht genau weiß, wieviel Geld im Monat übrig bleibt, sollte ein Haushaltsbuch führen. Nach jedem Einkauf sollte der Kassenbon aufbewahrt werden, damit die Ausgaben in das Haushaltsbuch eingetragen werden können. Vorlagen für ein Haushaltsbuch findet man im Internet oder auf der Homepage vieler Banken und Sparkassen.

Und wer schon ein Haushaltsbuch führt, kann auch gleich seine monatlichen Ausgaben kontrollieren und überprüfen, ob alle Käufe oder Leistungen wirklich lebensnotwendig sind. Manchmal hilft es schon, einen DSL-Anbieter oder den Strom-Anbieter zu wechseln, um pro Monat mehr finanzielle Mittel zur Verfügung zu haben.

Auch wenn viele Einzelhändler mit einer 0 %-Finanzierung locken, sollte man diesen Angeboten widerstehen, wenn man nicht in der Lage sein wird, die Raten pünktlich oder überhaupt zahlen zu können. Unüberlegtes Konsumverhalten ist in fast zehn Prozent aller Fälle der Hauptgrund für Überschuldungen.

Dispokredit oder Kreditkartenschulden in einen Ratenkredit umwandeln

Selbst wenn man bereits seit Jahren sein Konto bei einer bestimmten Bank hat, lohnt es sich über einen Wechsel nachzudenken, wenn der Dispokredit der hauseigenen Bank zu teuer ist. Auch hier lohnt sich ein Wechsel – und zwar der des Girokontos. Manchmal ist es ratsamer, einen Ratenkredit abzuschließen anstatt 14 oder mehr Prozent für den Dispo zu zahlen. Wer viele Kleinkredite bedienen muss, verliert schnell den Überblick, zahlt an verschiedenen Stellen hohe Zinsen. Auch hier lohnt es sich, einen Ratenkredit zu zinsgünstigeren Konditionen abzuschließen.

Schuldner sollten sich zudem nicht scheuen, ihren Bankberater anzusprechen, denn auch die eigene Bank wird Interesse daran haben, dass ihre Kunden sich nicht finanziell ruinieren. Und wer überhaupt nicht mehr weiter weiß, sollte den Gang zur Schuldnerberatung nicht scheuen. Voraussetzung für eine fruchtbare Zusammenarbeit mit einem Schuldenberater sind absolute Offenheit und Ehrlichkeit. Nur wenn dieser Einkommen, Ausgaben und auch die familiäre Situation genau kennt, kann er helfen, den Verbraucher vor einer Insolvenz zu retten.

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