Börsen-Bericht

Dax steigt zum Hexensabbat auf neues Jahreshoch

Die Rallye am deutschen Aktienmarkt setzt sich auch am achten Tag in Folge fort. Der Dax notierte so hoch wie zuletzt Anfang August 2011.

Zum Hexensabbat ist der Dax auf ein Jahreshoch gestiegen. Für den deutschen Leitindex ging es nach sieben Gewinntagen in Folge um 0,26 Prozent nach oben auf 7163 Punkte. So hoch stand er zuletzt Anfang August.

Der Dax hatte am Vortag sein Plus seit Jahresbeginn auf mehr als 21 Prozent ausgebaut. Dies war der beste Jahresstart in der über zwanzigjährigen Geschichte des Börsenbarometers. Der MDax zog gegen Mittag um 0,14 Prozent an auf 10.742 Punkte, wohingegen der TecDax um 0,11 Prozent auf 790 Punkte fiel.

„Der stärkste Jahresauftakt seit Jahrzehnten bringt die Skeptiker in die Bredouille“, meinte Analyst Berndt Fernow von der Landesbank Baden-Württemberg. Die zu Jahresbeginn weit verbreitete Skepsis lege den Schluss nahe, dass viele institutionelle Anleger bei dieser Entwicklung zunächst eher Zuschauer als Beteiligte waren.

Vom „Hexensabbat“ oder „großen Verfall“ sprechen Börsianer dann, wenn viermal im Jahr der letzte Handelstag aller vier Derivate-Typen, also der Optionen und Futures auf Indizes und einzelne Aktien, auf den gleichen Tag fällt. Zu diesen Terminen können Aktienkurse und auch Indizes ohne wesentliche Unternehmens- oder Konjunkturnachrichten kräftig hin und her schwanken.

Die Titel des Immobilienunternehmens Gagfah legten kräftig zu: Sie verteuerten sich um 4,10 Prozent auf 5,986 Euro. Die Stadt Dresden legt ihren Streit mit Gagfah um angebliche Vertragsverletzungen bei. Im SDax sanken die Titel von Air Berlin um 1,6 Prozent. Teures Kerosin und die Ticketsteuer hatten die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft im abgelaufenen Jahr noch tiefer in die roten Zahlen gerissen.