Börsen-Bericht

Investoren warten auf Schuldenschnitt für Athen

Gespannt warten die Anleger auf die Entscheidung der Gläubiger-Banken am Donnerstag. Der Leitindex Dax schwankt zwischen Gewinn und Verlust.

Nach einem leicht positiven Start hat der deutsche Aktienmarkt die Bremse gezogen und ist zwischen moderaten Gewinnen und Verlusten gependelt. Zuletzt stand der Dax mit 0,13 Prozent im Plus bei 6641 Punkten.

Der MDAX stieg um 0,36 Prozent auf 10 032 Punkte. Der TecDax verlor dagegen moderate 0,04 Prozent auf 744 Punkte. Händler begründeten die knappe Eröffnung unter anderem mit schwächeren Vorgaben aus Übersee.

Die Kursverluste vom Vortag mit einem Tagesminus von 3,40 Prozent im Dax erschienen aber etwas übertrieben, sagte ein Börsianer. Die Furcht vor einem Rückschlag beim griechischen Sanierungsplan hatte den Leitindex in den bisher größten Tagesverlust im Jahr 2012 getrieben.

Einige Beobachter sahen darin aber auch die schon längst erwartete Kurskorrektur. Mit Spannung warte der Markt nun auf den Donnerstagabend. Bis dahin haben die privaten Investoren Zeit, einem griechischen Schuldenschnitt zuzustimmen.

Im Dax rangierten Adidas-Papiere nach Zahlen mit einem Kursverlust von knapp 3 Prozent am Indexende. Schlusslicht im MDax waren ebenfalls nach Zahlen die Papiere von Axel Springer, wohingegen Klöckner-Titel nach Bekanntgabe der Jahresbilanz mit knapp 1,5 Prozent Plus zu den größten Gewinnern gehörten.

Euro leicht erholt – Anleihentausch im Fokus

Der Euro erholt sich von seinem Vortageseinbruch. Die Gemeinschaftswährung notierte um 1,3140 Dollar, nachdem sie am Dienstag bis auf 1,3104 Dollar und damit den tiefsten Stand seit Mitte Februar gefallen war.

„Neue fiskalische Probleme in Spanien, Sorgen vor enttäuschend geringer Beteiligung der Anleger am Tausch griechischer Staatsanleihen und schließlich weiterhin schwelende Rest-Sorgen vor einer Eskalation des Iran-Konflikts: Nach Gründen für 'risk-off'-Stimmung am Devisenmarkt braucht man nicht lange suchen“, schrieb die Commerzbank in einem Kommentar. „Sieger ist – wie so häufig in ähnlichen Situationen – der Dollar.“

Großes Thema am Markt war die am Donnerstag ablaufende Frist für den griechischen Anleihentausch. Je näher der Termin rückt, umso größer werden die Zweifel, ob die erforderlichen 90 Prozent der Gläubiger sich darauf einlassen werden.

„Schon wieder droht also ein Risiko, welches der Markt schwer fassen kann“, formulierte es die Commerzbank. Am Rentenmarkt gab der Bund-Future 14 Ticks auf 140,13 Zähler nach, nachdem er am Dienstag auf ein Allzeithoch von 140,41 Zählern gestiegen war.