Börsen-Bericht

Griechen-Poker drückt Dax unter 6500 Punkte

Die ungelöste Griechenland-Frage hat den Dax auf Talfahrt geschickt. Der deutsche Leitindex sackte unter die Marke von 6500 Punkten.

Der Dax ist schwächer in die neue Woche gestartet. Vor dem anstehenden EU-Gipfel gab der Leitindex zunächst deutlich nach. Eine zufriedenstellend verlaufene Auktion italienischer Staatsanleihen nahm im weiteren Verlauf dann wieder etwas Druck von den Märkten.

Zuletzt fiel der deutsche Leitindex um 0,63 Prozent auf 6471 Punkte. Damit blieb er unter der jüngst erst überwundenen Marke von 6500 Punkten. Der MDax verlor 0,92 Prozent auf 9849 Punkte, der TecDax lag aber nur knapp mit 0,08 Prozent im Minus bei 744 Punkten.

„Zum Start in die neue Woche sieht die Stimmung nicht mehr ganz so rosig aus wie zuletzt“, sagte Händlerin Anita Paluch von Gekko Global Markets. Angesichts der weiterhin ungelösten Griechenland-Frage und dem anstehenden Treffen der europäischen Staats- und Regierungschefs sei dies aber nicht verwunderlich: „Die EU-Politiker müssen nun glaubhafte, schnell und effizient umsetzbare Lösungen präsentieren.“ Neben dem ständigen Rettungsfonds ESM ist der Fiskalpakt ein Kernpunkt der Beratungen.

Am Ende des Dax gehörten die Aktien der zuletzt besonders gefragten Finanzwerte wegen Gewinnmitnahmen zu den größten Verlierern. Aktien der Deutschen Bank etwa fielen nach einem „Spiegel“-Bericht über drohende Ermittlungen der US-Börsenaufsicht SEC um 2,95 Prozent auf 32,520 Euro.

Im MDax sackten die Aktien von Klöckner & Co um etwas mehr als 6 Prozent auf 10,97 Euro ab. Der Stahlhändler sieht in der aktuell steigenden Stahlnachfrage nur ein kurzes Zwischenhoch und rechnet 2012 mit einem Rückgang. Weitere Branchenwerte litten mit darunter: ThyssenKrupp büßten als schwächster Dax-Wert 3,88 Prozent ein und Salzgitter verloren im MDax 4,21 Prozent.