Börsen-Bericht

Dax geht leicht im Plus aus dem Handel

Nachrichten zum IWF sorgen für eine Achterbahnfahrt des deutschen Leitindex. Am Ende geht der Dax leicht fester aus dem Markt.

Unklarheit über eine mögliche Aufstockung der Kreditlinien des Internationalen Währungsfonds (IWF) sorgte zur Wochenmitte für eine Berg- und Talfahrt am deutschen Aktienmarkt. Zunächst hatte ein Bericht über eine Ausweitung des Finanzierungsrahmens um eine Billion Dollar dem Dax zu einem Plus von 1,1 Prozent verholfen. Als wenig später die Summe in einem anderen Bericht auf 500 Mrd. Dollar halbiert wurde, gab der deutsche Leitindex seine Gewinne teilweise wieder ab und notierte zum Handelsende mit 6354 Punkten noch um moderate 0,3 Prozent im Plus.

Die Kurse deutscher Staatsanleihen erholten sich von frühen Verlusten. Zunächst hatte die Meldung über die erweiterte Krisenhilfe durch eine eventuelle Aufstockung der Mittel des Internationalen Währungsfonds (IWF) den Bund-Future bis auf 139,38 Zähler gedrückt. Als aber im Handelsverlauf unterschiedliche Summen die Runde machten, holte der Future auf und notierte zuletzt elf Ticks höher bei 139,78 Zählern. Die zehnjährige Bundesanleihe rentierte mit 1,79 Prozent. Der Euro legte deutlich zu. In der Spitze stieg die Gemeinschaftswährung auf 1,2846 Dollar. Zuletzt kostete sie noch 1,2820 Dollar und damit knapp einen Cent mehr als am Vortag.

ThyssenKrupp auf dem Verkaufszettel

Die Titel von ThyssenKrupp standen nach Spekulationen um eine Gewinnwarnung im Fokus und verloren 1,6 Prozent. Nach dem 43-prozentigen Kursminus 2011 hatte die Aktie in den vergangenen Wochen zu einer Erholung angesetzt. Seit dem Beginn des Jahres legten die Papiere knapp 15 Prozent und damit doppelt so stark zu wie der Dax. Federn lassen musste auch die Commerzbank. Die Ratingagentur Moody's droht dem Finanzinstitut mit einer Herabstufung seiner Bonität.

Zugleich senkten sie ihre Einschätzung für die Finanzstärke der Commerzbank. Die Aktie verlor zeitweise 5,1 Prozent und notierte zuletzt 1,7 Prozent tiefer. Um 2,9 Prozent nach oben ging es hingegen für Infineon. Die Titel profitierten von der Aussicht auf weiterhin gut laufende Geschäfte beim niederländischen Chipausrüster ASML, dessen Aktie auf Rekordhoch notierte.

Im MDax erholten sich HeidelDruck von anfänglichen Verlusten und rückten um 0,4 Prozent vor. Der Konzern will nach jahrelangen Verlusten 180 Mio. Euro einsparen und die Produktionskapazität um 15 Prozent verringern. Einbußen von 0,9 Prozent mussten Klöckner & Co. nach einer Herabstufung durch die Citigroup hinnehmen. Die Experten hatten die Aktie von „Kaufen“ auf „Neutral“ zurückgestuft und den Schritt damit begründet, dass die Aktie das Kursziel von zwölf Euro fast erreicht hat.