Edelmetall

Gold verliert im letzten Quartal seinen Glanz

Über das Jahr gesehen hat der Goldpreis leicht zu gelegt. Von seinem Rekordhoch im September bleibt er zum Jahresende aber weit entfernt.

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Nach einer mehrtägigen Talfahrt hat der Goldpreis zum Jahresschluss wieder leicht angezogen. Das Edelmetall verteuerte sich am Donnerstag um 1,1 Prozent auf 1562,70 Dollar je Feinunze. Auch steigt der Goldpreis im Handesverlauf am Freitag weiter auf 1572 Dollar an. Vor allem chinesische Anleger hätten die Gelegenheit zum Einstieg genutzt, sagte Peter Fung, Chef-Händler bei Wing Fung Precious Metals.

Die Furcht vor den Auswirkungen der Schuldenkrise und einer weltweiten Rezession haben der Antikrisen-Währung auf das ganze Jahr zu einem zehnprozentigen Kursplus verholfen. Sein Rekordhoch von 1920,30 Dollar vom September konnte Gold allerdings nicht halten.

Das letzte Jahresviertel verlief für das Edelmetall alles andere als glänzend. Erstmals seit dreieinhalb Jahren beendete es ein Quartal mit einem Minus. Ein Grund für den Preisverfall war die Aufwertung des Dollar, die Gold für Investoren außerhalb der USA verteuert.

Im September folgte eine Schwächephase und der Goldpreise fiel zurück bis an die Marke von 1600 Dollar. Fachleute sehen die Ursache unter anderem in der angespannten Lage vieler großer Investoren im Zuge der Euro-Schuldenkrise. "Zuletzt suchten die Investoren Liquidität", erklärte Experte Weinberg den Preisrutsch.

Die Bilanz 2011 der übrigen Edelmetall fällt noch schlechter aus. Silber, Platin und Palladium verloren in den vergangenen Monaten zwischen elf und 22 Prozent an Wert, weil sie – anders als Gold – von Investoren eher als Industriemetalle denn als sichere Geldanlage wahrgenommen werden. Silber wird in der Medizintechnik und der Computerindustrie benötigt. Platin und Palladium kommen bei der Herstellung von Autokatalysatoren zum Einsatz.