Schwindel

Bande liefert falsche Bio-Ware an deutsche Händler

Im italienischen Betrugsskandal wurde Tierfutter als Bio-Nahrungsmitteln deklariert und auch nach Deutschland geliefert. Eine Gesundheitsgefahr bestehe aber nicht.

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Im Zuge des Betrugsskandals um Bio-Nahrungsmittel in Italien sind nach neuen Erkenntnissen der Behörden rund 550 Tonnen falsch deklarierte Waren nach Deutschland gelangt.

Direkt beliefert wurden neun Unternehmen in Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, wie das Bundesagrarministerium nach Informationen aus Rom mitteilte.

Überwiegend handele es sich um Sojabohnen, Sojakuchen und Rapskuchen, die vor allem als Futtermittel verwendet werden. Gesundheitsgefahr bestehe nicht.

Der mutmaßliche Schwindel in Italien war Anfang Dezember entdeckt worden. Normale Produkte sollen als teurere Bio-Ware verkauft worden sein. Wie die Polizei damals mitteilte habe sie sieben Verdächtige in mehreren Städten verhaftet, darunter die Chefs von Lebensmittelfirmen. Außerdem seien 2500 Tonnen gefälschte Produkte - darunter Mehl, Soja und Trockenfrüchte – beschlagnahmt worden.

Die Bande soll über mehrere Jahre mehr als 700.000 Tonnen angebliche Bio-Produkte im Wert von insgesamt 220 Millionen Euro in mehrere europäische Länder verkauft haben, darunter Deutschland.