Wirtschafts-Rangliste

Kassel ist die dynamischste Großstadt Deutschlands

| Lesedauer: 2 Minuten

Foto: dpa

Im Bundesvergleich hat sich die nordhessische Stadt am besten entwickelt. Auch in der Wirtschaftsleistung holen die ostdeutschen Städte auf.

Die Großstädte im Osten und Kassel holen laut einer Studie wirtschaftlich am schnellsten auf. In der nordhessischen Stadt habe sich von 2005 bis 2010 der Arbeitsmarkt am stärksten verbessert, auch bei anderen Indikatoren schnitt Kassel gut ab.

Auf der Rangliste der arbeitgebernahen Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft und des Magazins „Wirtschaftswoche“ stehen sieben ostdeutsche Städte unter den besten zehn, angeführt von Leipzig und Erfurt. Den größten Wohlstand und die beste Arbeitsmarktleistung genießen demnach aber weiter die Münchner. Es folgen Stuttgart, Münster, Karlsruhe und Frankfurt am Main.

Wissenschaftler hatten für die 50 größten Städte von Einkommen bis Kriminalität gut 90 sozio-ökonomische Faktoren ausgewertet. Sie erstellten zwei Ranglisten: zum wirtschaftlichen Niveau mit München an der Spitze und zur jüngsten Entwicklung mit Kassel vorn.

Berlin legt zu, aber landet nur auf Platz 47

Die Nordhessen profitieren von ihren Standorten der Autobauer Daimler und Volkswagen, hoben die Auftraggeber in Berlin hervor. In München sei die Verknüpfung von Wirtschaft und Wissenschaft um die Technische Universität ein zentraler Treiber. Trotz der guten Entwicklung der Ost-Städte gilt die Abwanderung junger Menschen als Gefahr für den Aufschwung. Am Ende der beiden Ranglisten stehen Gelsenkirchen und Solingen.

Berlin kommt bei der Wirtschaftslage zwar nicht über Platz 47 hinaus, die Bundeshauptstadt habe jedoch überdurchschnittlich zugelegt und erreicht bei der jüngsten Entwicklung den neunten Rang. In allen untersuchten Städten sank demzufolge von 2005 bis 2010 die Arbeitslosigkeit, durchschnittlich um 4,5 Prozentpunkte.

Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft bekommt ihr Geld nach eigenen Angaben von den Arbeitgeberverbänden der Metall- und Elektroindustrie. Als ihr Ziel nennt sie die konsequente wettbewerbliche Ausrichtung der Wirtschafts- und Sozialordnung.