Börsen-Bericht

Italien-Sparplan stimmt Dax-Anleger zuversichtlich

Das 30-Milliarden-Sparpaktet der Römer macht die Anleger optimistisch. Vor allem Allianz und ThyssenKrupp gewinnen.

Hoffnungen auf Fortschritte in der Euro-Krise haben die Anleger zu Aktien greifen lassen. Der Leitindex Dax legte um 0,8 Prozent auf 6128 Zähler zu.

Für Optimismus sorgte, dass der neue italienische Ministerpräsident Mario Monti die zerrütteten Staatsfinanzen mit einem Sparpaket im Gesamtvolumen von 30 Milliarden Euro wieder in den Griff bekommen will.

Gespannt blicken die Anleger auch auf ein Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy in Paris. Einigen sich die beiden größten Euro-Volkswirtschaften auf ein gemeinsames Vorgehen beim EU-Gipfel am Donnerstag, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die 27 Regierungen in Brüssel wichtige Beschlüsse treffen können.

Zu den größten Gewinnern zählten die Aktien von Allianz und ThyssenKrupp mit Aufschlägen von zwei und 1,7 Prozent. SAP verbilligten sich um 1,7 Prozent. Der Softwarekonzern treibt sein Geschäft mit Cloud-Computing durch die Übernahme von SuccessFactors in den USA voran. Mit gut 2,5 Milliarden Euro bezahlt SAP gut 50 Prozent Aufschlag auf den Börsenwert der auf Personal-Management spezialisierten Softwareschmiede. Das sei ein teurer Deal, sagten mehrere Händler.

Auch Börsen in Asien im Plus

Die asiatischen Börsen ebenfalls sind überwiegend mit Gewinnen in die Woche gestartet. Hoffnungen auf Fortschritte in der europäischen Schuldenkrise sorgten für Optimismus. Der italienische Ministerpräsident Mario Monti will die zerrütteten Staatsfinanzen mit einem 30 Milliarden umfassenden Sparpaket wieder in den Griff bekommen.

Um das Vertrauen der Finanzmärkte zurückzugewinnen, kündigte Monti am Sonntag zudem eine Anhebung des Renten-Eintrittsalters an. „Die Nachrichten aus Italien sind nicht schlecht für die Märkte, aber japanische Anleger warten auf die Reaktionen der Märkte in Europa und der USA, um sicher zu sein, dass es sich um gute Nachrichten handelt“, sagte Masayoshi Okamoto von Jujiya Securities.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss 0,6 Prozent im Plus bei 8695 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index rückte ebenfalls 0,6 Prozent auf 748 Punkte vor. Die Börsen in Seoul und Hongkong legten leicht zu. Die Aktienmärkte in Taiwan, Singapur verzeichneten dagegen Verluste.

Euro steigt leicht

Bei den Einzelwerten legten in Tokio vor allem Finanzwerte zu. Die Aktien von Sumitomo Mitsui Financial verteuerten sich in der Hoffnung auf eine Lösung in der europäischen Schuldenkrise um 2,2 Prozent, die Anteilsscheine von Mizuho Financial um 2,9 Prozent und die Papiere von Mitsubishi UFJ Financial um 2,1 Prozent.

Auch der Euro profitierte von den Bemühungen der italienischen Regierung und legte leicht zu. Die Gemeinschaftswährung wurde mit 1,3410 Dollar gehandelt, ein Plus von 0,2 Prozent im Vergleich zum späten Handel in New York am Freitag.

An der Wall Street schloss der Dow Jones praktisch unverändert bei 12.019 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500 stand weiter bei 1244 Stellen, und die Technologiebörse Nasdaq verharrte auf einem Stand von 2626 Punkten.