US-Börse

Dow Jones steigt über 12.000-Punkte-Marke

Die koordinierte Aktion der Notenbanken zur Entspannung der Märkte hat die Wall Street beflügelt. Der Dow Jones schloss 4,2 Prozent höher als am Vortag.

Die koordinierte Aktion der wichtigsten Notenbanken hat die Wall Street am Mittwoch beflügelt und den Dow-Jones über die 12.000-Punkte-Marke gehoben. Die Zentralbanken der Eurozone, der USA, Kanadas, Japans, Großbritanniens und der Schweiz stellen den Banken mehr Geld zur Verfügung.

So sollen die Spannungen an den Märkten reduziert und damit auch die Realwirtschaft unterstützt werden. Mit dem Schritt wollen die Notenbanken das globale Interbankensystem ausreichend mit Dollar versorgen. Vor allem für europäische Banken war es zuletzt schwer geworden, günstig an die US-Währung zu kommen. Wegen der Schuldenkrise waren sie nahezu vom US-Geldmarkt abgeschnitten. Die wichtigste Weltreservewährung ist jedoch zentral für ihre Geschäfte.

Zuvor hatte die chinesische Notenbank bereits ihre Geldpolitik gelockert. Sie senkte die Mindestreserve-Quote für die größten Institute. Händler werteten die Schritte als positiv. „Ich sehe die Weltwirtschaft nicht in eine Rezession abgleiten“, sagte Peter Cardillo von Rockwell Gobal Capital in New York. „Ich denke, dass die heutige Liquiditätsspritze der Zentralbanken die weltweite Konjunktur stützt.“

Dax schloss mit einem Plus von fünf Prozent

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 4,2 Prozent höher bei 12.045 Punkten. Im Tagesverlauf pendelte der Leitindex zwischen 11.559 und 12.045 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 stieg um 4,3 Prozent auf 1246 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 4,2 Prozent auf 2620 Punkte.

In Frankfurt ging der Dax mit einem Plus von fünf Prozent bei der Marke von 6088 Punkten aus dem Handel. Über den Monat gesehen gewann der Dow-Jones 0,7 Prozent, der S&P-500 verlor 0,5 Prozent und der Nasdaq-Index verzeichnete ein Minus von 2,4 Prozent.

Zu den größten Profiteuren der Aktion der Notenbanken gehörten die Finanz- und Rohstofftitel. Die Papiere der Bank of America gewannen 7,3 Prozent, die von Citigroup 8,9 Prozent und die von JPMorgan Chase 8,4 Prozent. Der S&P-Rohstoffindex legte 5,9 Prozent zu.

American-Airlines-Mutter AMR könnte von U.S. Airways übernommen werden

Die Aktie von der American-Airlines-Mutter AMR erholte sich nach dem Kurssturz am Dienstag von über 80 Prozent etwas. Die Fluggesellschaft habe genug Mittel, um trotz des beantragten Gläubigerschutzes weiter im Geschäft zu bleiben, sagte Branchenexperte Ray Neidl von Maxim Group. Auch eine Übernahme durch den Rivalen U.S. Airways hält Neidl für möglich. Das AMR-Papier verteuerte sich um 23 Prozent.

Gute Nachrichten kamen auch vom US-Arbeitsmarkt. Die US-Privatwirtschaft schuf im November unerwartet viele neue Stellen. Einer am Mittwoch veröffentlichten Erhebung der privaten Arbeitsagentur ADP zufolge stieg die Zahl um 206.000. Von Reuters befragte Analysten hatten nur mit einem Plus von 130.000 gerechnet.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,66 Milliarden Aktien den Besitzer. 2684 Werte legten zu, 392 gaben nach und 51 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,38 Milliarden Aktien 2071 im Plus, 449 im Minus und 70 unverändert.