Börsen-Bericht

Dax springt zeitweise über 5800 Punkte

Nachrichten zur Konjunktur und zur Schuldenkrise bestimmen das Geschehen an der Börse. Am Ende geht der Dax im Plus aus dem Handel.

Auch am Dienstag drückte die Schuldenkrise dem deutschen Aktienmarkt wieder den Stempel auf und sorgte für deutliche Kursschwankungen. Nach besser als erwartet ausgefallenen US-Daten stieg der Dax zeitweise bis auf 5826 Zähler, kam jedoch im Verlauf wieder zurück und notierte zum Handelsende mit 5799 Punkten 0,95 Prozent im Plus. Händlern zufolge ist das Auf und Ab vor allem ein Zeugnis für die Unsicherheit der Anleger, nachdem sich der Leitindex an den vergangenen beiden Handelstagen kräftig erholt hatte. Seit seinem Tief am Freitag konnte der Dax um mehr als sieben Prozent zulegen und damit einen Teil seiner jüngsten Verluste wieder wettmachen.

Die Kurse deutscher Anleihen bewegten sich nach einer mit Abstrichen geglückten italienischen Bond-Auktion im Minus. Der Bund-Future gab um 54 Ticks auf 133,34 Zähler nach. Die zehnjährige Bundesanleihe rentierte mit 2,342 Prozent. Der Euro reagierte indes mit einem Kurssprung auf die Versteigerung. Der Markt habe mit Erleichterung darauf reagiert, dass bei der Auktion „ein größerer Unfall“ vermieden wurde, sagte Commerzbank-Experte Rainer Guntermann. Unmittelbar nach der Italien-Versteigerung sprang der Euro auf ein Tageshoch bei 1,3442 US-Dollar, fiel im Verlauf aber wieder auf 1,3344 Dollar zurück.

Aktien aus dem Finanzsektor litten zunächst unter Gewinnmitnahmen, drehten aber mit dem Markt in die Gewinnzone. Papiere der Commerzbank knüpften mit einem Aufschlag von 1,8 Prozent an ihre Erholungsbewegung der letzten Handelstage an. Allianz übernahmen mit einem Plus von 3,2 Prozent die Führung im Dax. Titel der Deutschen Bank lagen derweil 1,4 Prozent im Plus. Zweitbester Dax-Wert waren K+S mit einem Plus von 2,9 Prozent.

Der Düngemittelkonzern will in den kommenden Jahren rund 2,4 Mrd. Euro in die Erschließung einer Kali-Lagerstätte in Kanada investieren. Nach einer erhöhten Prognose gehörten auch BASF zu den Favoriten. Die Papiere des weltgrößten Chemiekonzerns verteuerten sich um 2,1 Prozent. Der neue BASF-Chef Kurt Bock hat seinem Unternehmen ehrgeizige Ziele gesetzt. Bis 2020 will er den Umsatz auf rund 115 Mrd. Euro steigern.

Nach einer Analystenstudie rutschten Daimler-Papiere um 0,8 Prozent ab. Die Deutsche Bank hatte die Aktie von „Kaufen“ auf „Halten“ abgestuft und das Kursziel von 48,00 auf 36,00 Euro gesenkt. EADS fielen nach dem Insolvenzantrag von AMR um 3,5 Prozent. Ein Börsianer verwies darauf, dass deren Tochter, die Fluggesellschaft American Airlines, im Sommer 260 Airbus A320 bestellt hatte.