Börsen-Bericht

Enttäuschende China-Daten verprellen Dax-Anleger

Euro-Krise und schwächelnde Weltwirtschaft verunsichern die Anleger auch weiterhin. Der deutsche Leitindex verliert erneut.

Enttäuschende Konjunkturdaten aus China haben dem Dax zugesetzt. Der Leitindex verlor gut ein Prozent auf 5484 Zähler. Der HSBC-Einkaufsmanagerindex für Chinas Industrie fiel im November auf 48 Punkte und damit unter die Wachstumsschwelle von 50 Punkten.

„Zu den Sorgen um die Euro-Krise gesellt sich nun auch die Angst vor einer deutlichen Abkühlung der Weltwirtschaft – das ist eine unglückliche Mischung, die nicht gerade für Kauflaune unter den Anlegern sorgt“, sagte ein Händler.

Auf der Verliererliste weit oben standen die Aktien der Deutschen Telekom, die sich um 2,5 Prozent verbilligten. AT&T hat bei der geplanten 39 Milliarden Dollar schweren Übernahme von T-Mobile USA einen erneuten Rückschlag erlitten.

Zu den wenigen Gewinnern zählten die Papiere der Commerzbank, die sich von ihren deutlichen Verlusten erholte und 3,5 Prozent fester in den Handel startete. Spekulationen auf eine bevorstehende Kapitalerhöhung hatten die Aktie am Dienstag um gut 15 Prozent abstürzen lassen.

Asiatische Aktienmärkte geben nach

Die Schuldenprobleme in den USA und Europa sowie Sorgen über die globale Konjunktur haben an den asiatischen Aktienmärkten zu deutlichen Kursverlusten geführt. Für Pessimismus sorgten unerwartet schwache Konjunkturdaten aus der chinesischen Industrie.

Zu der schlechten Stimmung und Kursverlusten des Euro trug Händlern zufolge auch ein Zeitungsbericht des belgischen „De Standaard„ bei, die Rettung der belgisch-französischen Bank Dexia stehe vor dem Kollaps. Das Blatt berichtete ohne Angabe seiner Quellen, die beiden Länder führten neue Gespräche über das Institut.

Die Umsätze blieben insgesamt dünn, da die Aktienmärkte in Japan wegen eines Feiertags geschlossen blieben. In Taiwan fielen die Kurse um knapp drei Prozent, in Hongkong um zwei Prozent und in Shanghai um etwa ein Prozent. Auch Südkorea und Singapur lagen etwa zwei Prozent im Minus.