Insidergeschäfte

Fondsmanager muss zweite Millionenstrafe zahlen

Sein Insiderhandel kommt den Fondsmanager Rajaratnam richtig teuer: Nach einer ersten Millionen-Strafe ist das zweite Bußgeld noch höher.

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Ein US-Zivilgericht hat gegen den wegen Insiderhandels zu elf Jahren Haft verurteilten Hedgefonds-Manager Raj Rajaratnam eine weitere Geldstrafe von 92,8 Millionen Dollar verhängt.

Das von einem Gericht in Manhattan festgelegte Bußgeld in Rekordhöhe muss Rajaratnam zusätzlich zu der Strafe von 63,8 Millionen Dollar aus dem Strafprozess zahlen.

Ein Vertreter der Börsenaufsichtsbehörde SEC nannte die Strafe angemessen. Die Insidergeschäfte des Gründers des Hedgefonds Galleon Group hatten so große Konzerne wie IBM, Intel und Goldman Sachs sowie die Beraterfirma McKinsey getroffen.

Ein Geschworenengericht hatte Rajaratnam im Mai in 14 Punkten für schuldig gesprochen. Für die Staatsanwälte war er das „moderne Gesicht“ des Insiderhandels, das in einer Reihe mit dem Übernahmespezialisten Ivan Boesky und dem Junk-Bond-Financier Michael Milken stehe.

Beide waren Mitte der 80er-Jahre Schlüsselfiguren im Insiderhandel und verbüßten je rund zwei Jahre Haft.