Börsen-Bericht

Nervosität kehrt an die Aktienmärkte zurück

Die deutschen Aktienmärkte rutschen zum Wochenauftakt tief ins Minus. Die ungelöste Euro-Krise trübt die Kauflaune der Anleger.

Die deutschen Börsen haben den ersten Handelstag der neuen Woche mit hohen Verlusten beendet. Im Tagesverlauf rutschte der DAX immer tiefer in die Verlustzone und schloss mit einem Verlust von 3,2 Prozent bei 6.141 Punkte. Etwas weniger heftig war der Einbruch dagegen bei den Nebenwerten. So büßte der MDAX 2,8 Prozent auf 9.076 Zähler ein, der TecDAX verlor 1,6 Prozent auf 706 Punkte.

Auch der Euro musste deutlich Verluste hinnehmen und rutschte bis zum Abend wieder unter die Marke von 1,40 Dollar. Gegen 18 Uhr zahlten Devisenhändler 1,3928 Dollar für die Gemeinschaftswährung. Im Tagesverlauf hatte die Europäische Zentralbank (EZB) ihren Referenzkurs bei 1,4001 Dollar und damit 1,1 Prozent niedriger als am Freitag gesetzt.

Schwach zeigte sich zudem auch die Wall Street. In New York verlor der Dow-Jones-Index bis zum Abend (MEZ) 1,4 Prozent auf 12.054 Punkte. Der technologieorientierte Nasdaq gab 1,3 Prozent auf 2.701 Zähler nach.

In einem durchweg von Verlusten geprägten DAX stachen vor allem die Bankwerte negativ hervor. So brachen Papiere der Deutschen Bank um 8,6 Prozent auf 30,35 Euro ein, Commerzbank-Titel folgten dicht auf mit Einbußen von 8,5 Prozent auf 1,78 Euro. Vergleichsweise gut hielten sich dagegen Technologie-Werte. So verbilligten sich SAP lediglich um 0,7 Prozent auf 43,63 Euro, Infineon-Aktien wurden 0,8 Prozent schwächer bei 6,53 Euro gehandelt.

Bilfinger Berger setzt sich an die Spitze

Im MDAX setzten sich die Papiere des Baukonzerns Bilfinger Berger an die Spitze, nachdem bekannt geworden war, dass der Finanzinvestor Cevian Capital 12,6 Prozent der Stimmrechte an dem Mannheimer Unternehmen übernommen hat. Die Aktie legte ein Prozent auf 64,78 Euro. Am Ende der Liste fanden sich dagegen Aktien von Heidelberger Druckmaschinen, die 7,1 Prozent nachgaben und bei 1,43 Euro aus dem Handel gingen.

Ein in Prozenten riesigen Kurssprung legten im TecDAX Anteile des Solarkonzerns Q-Cells hin: Das Papier schoss um 20,3 Prozent – oder 12,2 Cent – nach oben und schloss bei 72 Cent. Ans Ende der Liste fielen dagegen Titel des Maschinenbauers Aixtron zurück, die sich um 5,3 Prozent auf 10,23 Euro verbilligten.